Archiv 2012

 

Liederbacher Jazzclub e.V. Jazz in der Scheune

Zu Gast waren

am

Fr. 03. Febuar, 20.00 Uhr „Jazz in der Scheune“ Kulturscheune, Feldstraße 4

 

         „Boogiewolf“ Christoph Steinbach (p, voc)

         Albert Koch (harp, voc)

         Boogie Woogie, Blues, Rock’n Roll

 

Christoph Steinbach und Albert Koch

 

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Christoph „Boogie-Wolf“ Steinbach aus Kitzbühel gehört zur „jungen“ Garde der Boogie-Pianisten. Er ist ein Christkind, wurde am 24. Dezember 1977 geboren und hat sich sein sonniges Gemüt bis heute erhalten. Es ist schwer, ihn zu beschreiben:

Ein Piano, 10 tobende Boogie Woogie Finger und ein grölender Mund, der zwischen den Haaren hervor schreit.

Das beschreibt ihn vielleicht am besten.

 

Bekannt als der Highspeed-Pianist, ist Christoph Steinbach seit 2000 hauptberuflicher Pianist und

Sänger und nebenbei auch noch ein Nachfahre  von Franz Liszt.

Schon als fünfjähriger Knirps tastet sich Christoph Steinbach an die Musik heran. Am Piano seiner Oma. Taktvoll wechselt er mit sechs von Großmutters Schoß auf die Klavierbank eines professionellen Lehrers. Wenig später entdeckt Klein-Christoph den Boogie Woogie. Eine harte Zeit beginnt. Der Boogie Wolf übt täglich, geißelt seinen Plattenspieler. Die Nadel zurück und wieder etwas vor – hinhören und einüben – seine eigene Art der Improvisation. Nebenbei lernt er Kontrabass, Knopfzieharmonika, Schlagzeug und Einzelhandelskaufmann

Inspiriert durch Platten von Axel Zwingenberger und vor allem Vince Weber begann er mit 16 Jahren Boogie am Klavier zu spielen. Nach ersten Auftritten in Kitzbühel folgten Weitere in ganz Österreich, in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Ungarn, Griechenland und der Türkei. Auch das Fernsehen, allen voran das ORF, wurde auf Christoph Steinbach aufmerksam. Seit 2004 tourt „Stoffi“, wie ihn alle seine Freunde nennen, mit der Blueslegende Eric Bourdon (Animals), Chris Barber, Tony Sheridan, Chris Farlowe, Mungo Jerry, Gus Backus, Chris Andrews, Pete York, spielt aber nach wie vor viele Solo-Konzerte und ist gern gesehener Gast bei den Pianofestivals in München, Baden-Baden, Lugano, Berlin, Hamburg und Paris.

 

 

Albert Koch (harp, voc):

1959 in Kaiserslautern geboren, fing mit 9 Jahren an, Mundharmonika zu spielen. Mit 16 Jahren begeisterte er sich für den Blues und ist inzwischen zu einem der gefragtesten Bluesharpspieler geworden, was seine Auftritte mit Louisiana Red, Angela Brown, Al Jones Eddie Taylor, Titus Vollmer, Tony Ramos und Martin Schmitt bei Konzerten nicht nur in Deutschland, sondern auch in Luxemburg, Belgien und Frankreich beweisen. Dazu kommen Konzerte in Rundfunk und Fernsehen mit Jeanne Carrol, Jan Harrington, Al Jones, Pete York und Chris Rannenberg und auf Festivals in St. Wolfgang/Bad Ischl, Baden-Baden Boogie Nights und Kitzbühel

 

 

        

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Den nachfolgenden Artikel haben wir dem Höchster Kreisblatt vom 10. Februar 2012 entnommen. Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung.

Ein Klassik-Experte, der die Jazzmusik liebt

Jürgen Russow hat die Internationalen Bachtage initiiert und mag die heimelige Kultur-Scheune

Bild Jürgen Russow mit Christoph Steinbach und Albert Knapp

Jürgen Russow (rechts) liebt die Konzerte des Jazzclubs – diesmal mit Christoph Steinbach am Piano und Albert Koch. Foto: Knapp

Der 75-Jährige ist ein besonders treuer Fan des Vereins um Volker Götte und packt gerne mal an.

Jürgen Russow gehört zum "Inventar" des Jazzclubs – so wie die Stühle, die er nach den Konzerten in der Kultur-Scheune zurück an die richtige Stelle stellt. Fast jedes Konzert hat der Liederbacher in den vergangenen 15 Jahren besucht und ist für das Team um Familie Götte längst zum Mitstreiter geworden.

"Er versteht was von Musik, ist sehr intelligent und immer hilfsbereit", fasst Volker Götte knapp die besten Eigenschaften Russows zusammen. Vor allem ist es wohl die Tatkraft, die den 75 Jahre alten Liederbacher auszeichnet. Dass der gebürtige Darmstädter allerdings zu den treuesten Fans des heimischen Jazzclubs gehört, ist für die, die ihn kennen, meist überraschend zu hören. Als Mitorganisator der Internationalen Bachtage in Hessen und Thüringen und passionierter Sänger in drei Kirchenchören, bringen ihn die meisten normalerweise mit der klassischen Musik in Verbindung. "Damit haben mich die Leute immer aufgezogen, dass ich auf Jazzkonzerte gehe", sagt Russow schmunzelnd.

Seine Liebe zur Jazzmusik ist für ihn selbst allerdings nicht weiter verwunderlich. Schon als Schuljunge habe er mit seinem Bruder täglich "Strictly from Dixie" auf dem US-Sender AFN gehört, erzählt er. Die Radiosendung lief mittags über den Äther und brachte den Buben eine neue und faszinierende Klangwelt ins Kinderzimmer.

Von Hause aus stand allerdings die Klassik im Mittelpunkt des Familienlebens. Seine Eltern legten großen Wert darauf, dass die Kinder eine entsprechende Ausbildung bekamen. Also bekam Jürgen Russow schon früh Geigen- und Klavierunterricht, wofür er seinen Eltern heute noch sehr dankbar ist. Denn damals wurde gewissermaßen das Fundament für sein liebstes Hobby – die klassische Musik – gelegt, das sein Leben heute noch auf vielfältige Weise erfüllt. So singt der promovierte Chemiker, der mit seiner Frau seit ihrer Familiengründung in Liederbach lebt, noch heute in drei Kirchenchören und kann behaupten, dass er beinahe die gesamte klassische Chorliteratur geübt hat.

Er studiert genau

Der Jazz, der ihn ebenfalls immer begleitet hat, ist für den fünffachen Großvater "ein Ausgleich" zur Klassik. Und auch hier mag er die alten Größen am liebsten – Louis Armstrong, Ella Fitzgerald und alles, was unter "New Orleans Jazz" fällt. Live-Konzerte hört er sich allerdings nur noch an der Feldstraße an. Er liebt die "nette Atmosphäre", die aus seiner Sicht vor allem durch den hervorragenden Klang und die Nähe zu den Musikern geprägt ist: "Die sind immer sehr zugänglich", freut sich Russow, der die Musiker gerne genau studiert und sich gar nicht satt sehen und hören kann, wenn etwa ein so begnadeter Pianist wie zuletzt Christoph Steinbach in die Tasten haut. "Super ist das", sagt er, während Steinbach gemeinsam mit Albert Koch (Mundharmonika) einen neuen Boogie anstimmt.

"Das war wirklich eines der besten Konzerte", meint auch Volker Götte. Finanziell habe es sich allerdings nicht ganz ausgezahlt. Bei nur rund 120 verkauften Eintrittskarten muss der Verein wohl dieses Mal drauflegen. Zumal extra ein "Steinway-Flügel" gemietet wurde. Wegen der Kälte seien viele Besucher, die schon Karten an der Abendkasse hatten zurücklegen lassen, zu Hause geblieben, meint Götte. Über den Abend ist er dennoch froh: Schließlich habe der Verein nicht alle Tage solche Größen wie Steinbach im Ort.tay (tay)

Am Fr. 30. März 2012, 20.00 Uhr „Jazz in der Scheune“ Kulturscheune, Feldstraße 4

 

        

John Defferary Jazztett

 

Das große Interesse am Zigeunerjazz hat John Defferary dazu veranlasst, die Musiker für dieses Quartett auszusuchen und die schönsten Kompositionen von Django Reinhardt, dem weltbekannten Gitarristen, für dieses besondere Konzert zusammenzustellen.

 

John Defferary, (Klarinette, Saxophon, Gesang) am 27. März 1941 in London geboren, ging bereits im Alter von 21 Jahren auf Amerikatournee. In Los Angeles wurde er Schüler des Klarinettisten Barney Bigard. Auch in den folgenden Jahren zog es ihn häufig in die USA. Er spielte zusammen mit Musikern wie Louis Cotrell, Ed Hall, Raymond Burke und Albert Nicholas.

Anfang der 70er Jahre wurde John Mitglied des Trevor Richard New Orleans Trio, mit dem er 12 Jahre lang um die ganze Welt tourte. Ab 1985 spielte John Defferary eine herausragende Rolle in „Papa Bue’s Viking Jazzband“ und von August 1998 bis November 2006 war er Mitglied der profiliertesten europäischen Jazzband, der „Chris Barber Jazz and Blues Band“. Die Presse bezeichnet ihn als Hot-Jazz-Interpreten von Weltklasse. John Defferary begeistert sein Publikum durch seine Virtuosität, seine kreolische, unvergleichlich swingende Klarinette und sein dynamisches Saxophonspiel.

John reist oft nach Paris, wo er Gelegenheit hat, diese Musik mit befreundeten Musikern der Sinti und Roma in authentischem Kreis zu spielen.

 

Johannes Zink spielt seit seinem 12. Lebensjahr Gitarre. Neben Studien der klassischen Konzertgitarre sowie der Renaissance- und Barocklaute trat schon bald die autodidaktische Beschäftigung mit dem Jazz. Seine besondere Vorliebe galt dabei der Stilistik von Django Reinhardt. Bereits während seines Studiums der Musikwissenschaft begann seine Mitarbeit beim Westdeutschen Rundfunk, wo er als Assistent von Prof. Harald Banter an der Realisierung zahlreicher großer Konzertprojekte mitwirkte und mit Showgrößen wie Vico Torriani, Helmut Zacharias, Paul Kuhn und der WDR-Big Band zusammentraf.

Heute arbeitet Johannes Zink als freier Musikjournalist für die Kölnische Rundschau und ist freier Autor und Moderator für den WDR. Außerdem ist er Mitglied in etlichen renommierten Jazzbands. Unter den vielen Musikern von internationalem Ruf mit denen er zusammenspielte, sind die Trompeter Patrick Artero, Wendell Brunious, Oscar Klein und Keith Smith, die Posaunen-Legende Spiegel Wilcox, die Pianisten Ralph Sutton und Keith Nichols und natürlich der Klarinettist John Defferary.

 

Markus „Benny“ Daniels (Kontrabass), geboren 1968, beginnt seine musikalische Ausbildung mit 6 Jahren an der Flöte und mit 8 Jahren am klassischen Kontrabass. Kontrabass spielt er im Landesjugendblasorchester in Nordthein-Westfalen und im Niederrheinischen Symphonieorchester. Er gründet eine eigene Band, die N.O. Night Birds und ist sehr gut befreundet mit den N.O.-Musikern Frank Field und Don Vappie.

 

Hans Martin „Buli“ Schöning (Rhythmusgitarre, Banjo) ist 1950 geboren und spielt beide Instrumente seit seinem 11. Lebensjahr. Mit 15 Jahren versucht er sich als Rock-Schlagzeuger, kehrte aber zu den Saiteninstrumenten zurück und ist seit 1970 nicht aus der Kölner Jazz-Szene wegzudenken. Er arbeitet als Musik- und Sportlehrer und seine Stärke ist die Harmoniesicherheit und der starke Rhythmus.

 

 

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 Bild von Johannes Zink 

Das obige Bild zeigt Johannes Zink  

   

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Fr. 11. Mai 2012, 20.00 Uhr „Jazz in der Scheune“ Kulturscheune, Feldstraße 4

 

  

Daniel Huck & Hot Stuff

 

Das Repertoire dieses Quintetts in der Besetzung mit Saxophon, Trompete, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug reicht von klassischen, virtuosen Jazz Classics aus den Golden Age of Jazz (vor allem aus der Feder der großen Trompeter Louis Armstrong und Jabbo Smith) bis zu selten zu hörende Stücke aus den 30er und 40er Jahren, die Benny Carter, der geniale Altsaxophonist und Arrangeur, komponiert hat.

Schon lange bestand der Plan, den außergewöhnlichen französischen Saxophonisten Daniel Huck nach Liederbach einzuladen. Die Idee zu dieser Einladung kam von Herbert Christ, dem Trompeter aus Frankfurt, der auch dieses Quintett zusammengestellt hat.

 

Daniel Huck (F) sax, voc

1948 geboren, versuchte sich Huck zunächst an der Posaune und begann 1967 autodidaktisch Altsaxophon zu lernen. Nach Ausflügen in den Rhythm and Blues und den Free Jazz schloss er sich den „Famous Melody Boys“ und danach bis 1974 „Sharkey & Co“ an. Er begleitete Cat Anderson auf Tournee, spielte mit Olivier Franc und erhielt mit der Formation „Anachronic Jazz Band“ für eine Plattenaufnahme den „Prix Sidney Bechet 1978 de l’academie du jazz“. Anfang der 80er Jahre spielte er mit dem „Happy Feet Quintet“ von Philippe Boudoin und gründete 1981 das Quartett „Slapscat“, das Vokaleinlagen nach dem Vorbild von Slim Gaillard spielte, den es auch in Frankreich begleitete. Gleichzeitig war Daniel Huck Mitglied von „OrphéonCélesta“, gründete 1987 ein eigenes Qurtett und beteiligte sich an der Vokalgruppe „TSF“. 1988 begleitete er Slim Gaillard auf dessen Japan-Tournee.  1997 erhielt er den Prix Django Reinhardt.

Während Charlie Parker und Coleman Hawkins seine Vorbilder am Saxophon sind, sind es bei, Scat-Gesang Cab Calloway und humoristische improvisierte Wortschöpfungen à la Slim & Slam.

Daniel Huck ist ein unglaublich swingender, sprühend vor Temperament nahezu berstender Musiker, dessen besondere Qualität neben seinem bemerkenswerten solistischen Können auf dem Altsaxophon im Gesang liegt, und zwar in der besonderen Form des Scat-Gesangs, den Louis Armstrong außergewöhnlich populär machte.

 

Paolo Alderighi (I) Klavier

Der junge, aus Mailand stammende Pianist (geb. 1980) ist eines der größten Jazzpiano-Talente der letzten Jahre. Nach klassischem Klavierstudium am Mailänder Konservatorium spielte er zunächst klassische Musik und erhielt etliche Preise, bevor er sich ganz dem Jazz widmete. Inzwischen ist er auf den meisten Jazzfestivals in Europa und Japan aufgetreten zusammen mit vielen großen Stars der Jazzszene. Er gehört zu den wenigen herausragenden jungen Stride-Pianisten unserer Zeit.

Herbert Christ (tp)
Der aus Frankfurt stammende, erfahrene Trompeter gehört zweifellos zu den besten Jazztrompetern des traditionellen Jazz in Europa. Sein hervorragendes Können hat er als Bandleader vieler internationaler Besetzungen immer wieder bewiesen und sein Publikum durch seine Virtuosität und besondere Intonierung begeistert. Mittlerweile ist er mehr international als in Deutschland zu hören und kann seinen Zuhörern eine Vision des Zaubers der Musik des alten New Orleans übermitteln. Er ist der Initiator vieler Hot-Jazz-Aktivitäten.

 Michael Schöneich (b)

Der hervorragende Kontrabassist, der schon mit vielen Besetzungen aufgetreten ist, kommt zum ersten Mal nach Liederbach.

 

Bernard Flegar (drms)

Der international bekannte Schlagzeuger ist 34 Jahre alt, lebt in Ulm und ist Vorsitzender des dortigen Vereins zur Förderung des New Orleans Jazz. Mit der Chris Barber Band war er schon oft auf Tournee und hat auch viele CD-Aufnahmen mit Joe Wulf & the Gentlemen of Swing gemacht. Er ist zum ersten Mal in Liederbach zu Gast



 

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Fr. 18. August 2012, 20.00 Uhr „Jazz in der Halle“ "Der Liederbacher Sommer 2012" Liederbachhalle, Wachenheimer Straße Feldstraße 4

 

Blues Night

 

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Große Blues Night

 

Matchbox Bluesband

Seit über 25 Jahren spielt die Matchbox Bluesband traditionellen Blues in vielen Schattierungen. Ausgehend vom klassischen Chicago-Blues enthält das Repertoire auch swingenden Rhythm & Blues, erdigen Down Home Blues und akustische Spielarten. Die langjährige Stabilität der Besetzung hat zu einem äußerst homogenen Gruppensound geführt, der gleichermaßen stilecht, individuell und mitreißend ist.

Mit Klaus „Mojo“ Kilian an der Bluesharp und Bernd Simon an der Gitarre verfügt die Band über zwei der führenden Solisten des traditionellen Blues in Deutschland, die beide auch sehr überzeugende Sänger sind.

Klaus „Mojo“ Kilian (voc, harp, g) hat im Herbst 1982 die Band gegründet. Im Laufe von über 30 Jahren wuchsen die Fähigkeiten auf der Bluesharp, so dass er heute einer der führenden Experten für den Blues und einer der besten Interpreten auf seinem Instrument ist.

Bernd Simon (g, voc) ist auch seit über 30 Jahren in Sachen Blues aktiv und seit 1991 Mitglied der Matchbox Bluesband. Zu seinen gitarristischen Vorbildern gehören B.B. King, T-Bone Walker und Gratemouth Brown. Da Bernd wie Mojo ein versierter, expressiver Sänger ist, ergeben sich in der Matchbox Bluesband viele Gelegenheiten für mehrstimmige Lead- und Backingvocals.

Georg Viel (drms) ist der Senior der Gruppe und seit 1987 dabei. Über 35 Jahre schon groovt er auf einem recht kleinen Schlagzeugset. Er konzentriert sich darauf, einen Blues-Beat hinzulegen, der hierzulande seinesgleichen sucht.

Wolfgang Lieberwirth (b) spielt den Kontrabass, das für eine traditionelle Blues-Rhythmusgruppe unverzichtbare Instrument. Es gibt nur wenige versierte Vertreter dieses Instruments, die sich dem Blues widmen, und Wolfgang ist einer der besten dieses kleinen Kreises.

 

First Class Blues Band

 

ausgezeichnet mit dem deutschen Schallplattenpreis war die First Class Blues Band in den 90er Jahren eine der führenden Blues Formationen in unserem Lande. Heute spielen die Musiker in vielen anderen Bands immer mal wieder miteinander, aber so gut wie nie in der damaligen Originalbesetzung.

Auf Wunsch des Liederbacher Jazzclubs hat der Drummer Tommie Harris diese erstklassigen Musiker für die Große Blues Night in der Liederbachhalle wieder zusammengeholt, so dass diese einmalige Besetzung noch einmal in Liederbach auftritt.

Die sechs Musiker aus USA und Deutschland sind außerdem hervorragende Bluessänger und begeistern mit ausdrucksvollem, mitreißendem Blues und fetzigem Boogie Woogie.

Christian Rannenberg p, voc (Berlin)

der Gründer und Pianist der Band, beeindruckt durch seine Vielseitigkeit auf dem Klavier. Er ist halt ein Meister aller Blues-Klavier-Klassen, egal ob es um rasante Boogies oder um gepflegten Slow-Blues geht und begleitet die Solisten/Sänger sehr einfühlsam.

Thomas Feldmann ts, harp (Münster)

hat sich schon längst als Bluesharpspieler einen Namen gemacht (u.a. auch in der Blues Company). Seit einigen Jahren gilt er als einer der schillerndsten Spezialisten des Rhythm & Blues-Tenorsaxophons hierzulande und tourt durch ganz Europa. Technisches Können, spannende Dynamik, amtlicher Sound und herausragende Bühnenpräsenz verbinden sich bei Thomas Feldmann zu einem Rhythm & Blues-Cocktail erster Güte.

Jan Hirte g (Berlin)

hat sich einen Spitzenplatz unter den Gitarristen erspielt. Seine Stärke ist die moderne Bluesgitarre mit tiefen traditionellen Wurzeln.

 Tommie Harris dr, voc (USA)

in Alabama geboren, ist wegen seines Feelings einer der meistgefragtesten Drummer der europäischen Jazzszene, Begleiter vieler großer Jazzstars und in allen Stilrichtungen zu Hause. Auch als Blues- und Gospelsänger hat er sich einen Namen gemacht, gehört inzwischen zur Spitzenklasse und verfügt über ein enormes Repertoire. 1987 bekam Tommie Harris auch in seiner Heimat die verdiente Anerkennung durch die Aufnahme in die „Alabama Jazz Hall of Fame“. In Liederbach ist er ein gern gesehener Gast und seine Auftritte z.B. mit Lillian Boutté, Thomas L’Etienne, Gene „Mighty Flea“ Conners, Dirk Raufeisen, seiner First Class Blues Band oder bei den Gospel-Konzerten waren immer Höhepunkte. Mit der großen Blueslegende Luther Ellison war Tommie Harris weltweit auf Tournee.

Kevin Duvernay b, voc (USA)

ein ausgezeichneter Bassist, der mit Tommie Harris ein optimal aufeinander eingespieltes Blues-Rhythmus-team bildet, besticht durch seinen grundsoliden Beat, seine rhythmische Flexibilität, Dynamik, feine Akzen-tuierung und die kraftvolle Rauheit seiner Stimme.

Echoes of Swing

Am Samstag, dem 13. Oktober 2012 in der Reihe "Jazz in der Scheune" um 20:00 Uhr

         Bernd Lhotzky (D) p

         Colin Dawson (GB) tp, voc

         Chris Hopkins (D) sax

         Oliver Mewes (D) drms

 

         Swing der 30er – 50er Jahre von der mehrfach preisgekrönten Swingband

Zur Anzeige des Originalplakats (DN A4 als pdf)

 

Als diese Besetzung  vor 13 Jahren in Liederbach gastierte, galt sie als jüngste Jazzband Europas. Inzwischen ist Echoes of Swing eine der renommiertesten Jazzformationen mit weltweiten Erfolgen.

Die neuste CD Message From Mars erhielt den Prix de l’Académie du Jazz, Paris und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

 Chris Hopkins Alt-Saxophon (USA/D)

Der 1972 geborene Amerikaner ist Leader der Band und primär als Pianist bekannt, macht aber auch als Saxophonist von sich reden. Auch hier besticht er durch seine einfallsreichen und stilreinen Interpretationen, mit Blick auf Johnny Hodges, Pete Brown, Tab Smith oder Benny Carter. Seine außergewöhnliche Repertoirekenntnis gepaart mit untrüglichem musikalischem Geschmack machen ihn zu einer echten Kapazität auf dem Gebiet des traditionellen Jazz und Swing.

Als Pianist hat er die Einflüsse seiner Vorbilder Fats Waller, Teddy Wilson, Earl Hines, Duke Ellington, Mel Powell, Nat King Cole zu seiner eigenen Sprache entwickelt und sich bereits in jungen Jahren weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus in der Jazzszene einen Namen gemacht. Als einfühlsamer Begleiter und klangfarbenreicher Solist zählt Chris Hopkins heute zu den international gefragten Vertretern einer neuen Generation von Swing-Musikern. Etliche Tourneen, auf denen er viele renommierte Größen (unter ihnen Clark Terry, Harry „Sweets“ Edison, Jackie Williams, Hazy Osterwald, Dan Barrett, Tom Baker, Ken Peplowski, Peanuts Hucko, Bob Hagart und Dick Hyman) begleitete, führten ihn durch ganz Deutschland, viele Länder Europas, in die USA, nach Japan, Australien und Neuseeland.

 

Colin Dawson - Trompete (GB/D)

Geboren 1960 in South Shields (England). 1976-79 Studium in den Fächern Trompete, Klavier, Musiktheorie, Geschichte und Komposition am Newcastle College of Art Erster Auftritt beim Jazz and Heritage Festival der Stadt New Orleans im Jahre 1977. 1978 Trompetenstunden bei Jazzlegende Jabbo Smith in New Orleans. Der 17-jährige Colin und der 92 Louis Keppard unterhalten sich in einem Interview über die Buddy Bolden Ära. Auftritte mit allen großen Stars der Jazzszene. Über 50 CD- und LP-Einspielungen mit Benny Waters, Billy Mitchell, Butch Miles, Danny Moss, der SDR Big Band (Leitung Paul Kuhn), mit Sammy Rimington, Trevor Richards u.v.a. Weltweit Auftritte in mehr als 35 Ländern u.a. in der Kölner und der Münchener Philharmonie, der Stockholm Concert Hall, beim Edinburgh Festival, dem Marciac Jazz Festival, dem San Marino Festival, dem Rheingau Musik Festival, in Clearwater Beach (Florida), Sun Valley (Idaho), beim Sacramento Jazz Jubilee (Kalifornien), in Victoria (Kanada), auf dem Kobe Jazz Festival (Japan). Dawson ist zu hören auf dem Soundtrack zur Fernsehserie „Young Indiana Jones“ und im Fernsehfilm „Drei Schwestern – Made In Germany“ (Musik: Klaus Doldinger).

Seit 1988 bei der „Allotria Jazz Band“ und seit 2000 leitet Colin Dawson, das 8-köpfige „Echoes Of Swing Orchestra“.

 

Bernd Lhotzky – Klavier (D/F)

Geboren 1970 in Tegernsee (Oberbayern). Klavierunterricht am Richard-Strauss-Konservatorium und an der Hochschule für Musik in München. Kompositionsunterricht bei Paul Engl auf Empfehlung von Günther Bialas. CD-Veröffentlichungen unter anderem mit Dick Hyman, Ralph Sutton, Louis Mazetier, Bob Barnard, Trevor Richards. Soloauftritte im Herkulessaal der Münchener Residenz, im Prinzregenten Theater (München), in der Philharmonie (München), an der Staatsoper "Unter den Linden" (Berlin), in der "Salle Cortot" (Pa ris), in der Kaufmann Concert Hall (New York), Victoria Concert Hall (Genf), auf zahlreichen internationalen Jazzfestivals (in ganz Europa, den USA, Japan, Australien, Neuseeland). Kompositionsaufträge für Film soundtracks: "Der Lügner" 1995, "A few moves" 1996, "Chocolate Pain" 1999, "Exil" 2004.

1998 wird Bernd Lhotzky in Paris der “Grand Prix du Disque de Jazz" verliehen. Ab 2001 tritt Bernd Lhotzky an der Seite von Dick Hyman beim “International Stride Piano Summit" im Rahmen des New Yorker Jazz Festivals “Jazz In July" in der Kaufmann Concert Hall des 92nd Street Y auf und natürlich in Liederbach. In seiner November/Dezember- Ausgabe 2001 wählt das Londoner Klaviermagazin “Piano" Lhotzkys Solo-CD “Stridewalk" unter die 10 besten Neuerscheinungen des Jahres. Inzwischen sind viele Auszeichnungen dazugekommen. Neuste Solo-CD: Black Butterfly.

Oliver Mewes - Schlagzeug (D)

Der Schlagzeuger Oliver Mewes wurde 1967 in Köln geboren. Er studierte an der Kölner Musikhochschule Schlagzeug und nahm nebenbei Privatunterricht bei John Riley und Victor Lewis. Er machte sich schnell einen Namen als sensibler Begleiter, wie auch als virtuoser und dabei immer geschmackvoller Solist. Seine stilistisch ungeheuer breite Palette an Klangfarben macht ihn zu einem begehrten Partner für Musiker der unterschiedlichsten Richtungen.

Er arbeitete bereits für Größen wie Bob Barnard, Lillian Boutté, Don Menzy, Bobby Shew, Leroy Jones, Dan Barrett, John Smith und Harry Allen. Seit Mitte der 90er Jahre hat Oliver Mewes insbesondere seine Vorliebe für Swingmusik der 30er und 40er Jahre entdeckt und lässt sich verstärkt von Meistern wie „Papa“ Jo Jones, „Big Sid“ Catlett, Buddy Rich und Gene Krupa inspirieren.