Archiv 2011

 

Liederbacher Jazzclub e.V. Jazz in der Scheune

Zu Gast waren

am

 

Sa. 29. Januar, 20.00 Uhr  "Jazz in der Scheune“
        
Jan Luley Trio

 

 

 

Jan Luley Trio: PIANO TALES - Pianistische Weltenwanderungen

 

New Orleans Anfang des 20. Jahrhunderts: Pianisten treffen sich nach Ende ihrer regulären Jobs in diversen Hotels, Restaurants, Bars und Bordellen in den frühen Morgenstunden in einem abseits gelegenen Barrelhouse, um für sich selbst zu jammen, einander zu messen und Spaß zu haben. Barrelhouse Blues, Ragtime, Gospel und rudimentärer Swing treffen aufeinander. Jelly Roll Morton, der erste große Komponist des Jazz, war einer von ihnen …

 

Auch der Sänger und Pianist Jan Luley, aus dem hessischen Amöneburg, gehört zu den Musikern, die sich diesem Erbe verschrieben haben. Geboren im mitteldeutschen Bad Hersfeld, studierte er Jazz mit Hauptfach Klavier in den Niederlanden und ist bereits seit 25 Jahren als Künstler professionell auf den Bühnen Europas unterwegs. Seine stilistische Vielfalt, seine musikalische Kreativität und seine Virtuosität sind außergewöhnlich.

Er verdiente sich seine Sporen als Begleiter von international bekannten Künstlern wie Gene „Mighty Flea“ Conners, Big Jay McNeely und Bill Ramsey; spielte an der Seite von Little Willie Littlefield, Louisiana Red und Albie Donnelly, mit Künstlern aus New Orleans wie John Boutté, Leroy Jones und vielen anderen.  Jan Luley gehört schon längst zur Top-Riege deutscher Jazz- und Bluespianisten – spezialisiert auf New Orleans Piano, Creole Jazz, Swing, Blues und Gospel. Er ist auf den unterschiedlichsten CD-Veröffentlichungen zu hören und spielte solistisch oder als Begleiter in den meisten europäischen Ländern auf Festivals, in unzähligen Clubs, sowie in Rundfunk und Fernsehen. Von 1999 bis 2009 war er Pianist der Frankfurter Barrelhouse Jazzband.

In seiner Musik verarbeitet er die Einflüsse der Pianisten aus der Geburtsstadt des Jazz am Mississippi, verpackt sie in neue Arrangements, vermischt sie mit Anleihen aus Rock, Pop und moderneren Jazzentwicklungen, sowie eigenen Kompositionen. Mit unterhaltsamen, charmanten Moderationen verknüpft er seine Musik mit Stimmungen, Anekdoten und historischen Informationen über die Stücke, über Pianisten und unterschiedliche Musikstile. Von zarten Linien bis brüllenden Clustern, von swingendem Jazz bis rockendem Blues hat Jan Luley sowohl stimmlich als auch musikalisch das ganze Spektrum parat. Was es mit dem Haus in New Orleans auf sich hat? Warum Wild Cat Kelly lieber nicht ins Gefängnis möchte? Wie man auf Kreolisch ein Publikum hinauswirft? All das und vieles mehr erzählt Jan Luley in seinen PIANO TALES.

 

Der Schlagzeuger Tobias Schirmer gewann 3 x den 1. Preis „Jugend jazzt“ und wurde 2002 mit dem Kultur-Förder-Preis des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet. Neben zahlreichen CD- Produktionen spielte er auf bedeutenden Jazzfestivals in Montreal, Vancouver, Ascona, Praha u.a. Er hat mit Günter Lenz, Ray Bryant, Olaf Polziehn, Tony Lakatos, Colin Dawson, Max Greger Jr., Mini Schulz, Bill Ramsey, div. Solisten d. hr- BigBand u.v.a. zusammengearbeitet. Sein Spiel zeichnet sich neben seiner rhythmischen Brillanz durch eine hohe Sensibilität, Klangbewusstsein und eine stilistisch nahezu grenzenlose Flexibilität aus.

 

Lindy „Lady Bass“ Huppertsberg ist Europas bekannteste Kontrabassistin. Sie begann 1979 in der Barrelhouse Jazzband, formierte danach mehrere erfolgreiche eigene Formationen, zuletzt Lindy Huppertsberg & Witchcraft mit Anke Helfrich (piano) und Carola Grey (drums). Mit vielen berühmten Jazzstars stand sie auf der Bühne und im Aufnahmestudio. Ihr Vorbild und Lehrer Ray Brown gab ihr den Beinamen „Lady Bass“. Der kräftige, swingende Bass von Lindy Huppertsberg ist in vielen internationalen All-Star-Besetzungen gefragt. Tourneen führten sie bereits in über 60 Länder dieser Erde. 2001 wurde sie zur Ehrenbürgerin von New Orleans ernannt.

 

Fr. 25. März, 20.00 Uhr  "Jazz in der Scheune“
         Bernd Lhotzky, Pianosolo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernd Lhotzky  -  Piano Solo

 

 

Dieses Konzert, das am 25. März 2011 stattfand, war ein Benefizkonzert, das Bernd Lhotzky der Arbeit von Katrin Rhode in Ouagadougou / Burkina Faso /Afrika) gewidmet hatte. Der Reinerlös kommt den Waisen- und Straßenkindern ihres Waisenhauses AMPO zugute.

 

 

 

Bernd Lhotzky

Geboren 1970 in Tegernsee (Oberbayern). Klavierunterricht am Richard-Strauss-Konservatorium und an der Hochschule für Musik in München. Kompositionsunterricht bei Paul Engl auf Empfehlung von Günther Bialas. CD-Veröffentlichungen unter anderem mit Dick Hyman, Ralph Sutton, Louis Mazetier, Bob Barnard, Trevor Richards. Soloauftritte im Herkulessaal der Münchener Residenz, im Prinzregenten Theater (München), in der Philharmonie (München), an der Staatsoper "Unter den Linden" (Berlin), in der "Salle Cortot" (Paris), in der Kaufmann Concert Hall (New York), Victoria Concert Hall (Genf), auf zahlreichen internationalen Jazzfestivals (in ganz Europa, den USA, Japan, Australien, Neuseeland). Kompositionsaufträge für Film soundtracks: "Der Lügner" 1995, "A few moves" 1996, "Chocolate Pain" 1999, "Exil" 2004.

1998 wird Bernd Lhotzky in Paris der “Grand Prix du Disque de Jazz" verliehen. 2001, 2002 und 2004 tritt Bernd Lhotzky an der Seite von Dick Hyman beim “International Stride Piano Summit" im Rahmen des New Yorker Jazz Festivals “Jazz In July" in der Kaufmann Concert Hall des 92nd Street Y auf und natürlich in Liederbach. In seiner November/Dezember- Ausgabe 2001 wählt das Londoner Klaviermagazin “Piano" Lhotzkys Solo-CD “Stridewalk" unter die 10 besten Neuerscheinungen des Jahres. Das aktuelle Solo-Album "Piano Portrait" ist 2006 beim amerikanischen Label Arbors Jazz erschienen. Inzwischen sind weitere Auszeichnungen dazugekommen.

Weltweit gastiert Bernd Lhotzky mit den Jazzgrößen unserer Zeit und gehört selbst zu den besten Pianisten. Sein großartiges Können, sein virtuoses Spiel und sein Feingefühl für die Jazzmusik vom Harlem Stride bis zum Swing lassen jedes seiner Konzerte zum Erlebnis werden. Bernd hat schon oft in Liederbach gastiert und in den unterschiedlichsten Besetzungen für unvergessenen Abende gesorgt wie z.B. bei den Konzerten mit Dick Hyman aus New York oder Chris Hopkins oder bei Piano Power.

 

Zum ersten Mal gibt er in Liederbach ein Solo-Konzert und das für die Kinder in Burkina Faso, die bei Katrin Rohde unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ ein Zuhause gefunden haben. Mehr als 300 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren werden in ihrer Einrichtung AMPO seelisch und medizinisch betreut, bekommen 3 Mahlzeiten pro Tag, gehen zur Schule, lernen in den eigenen Werkstätten, die Begabtesten machen Abitur und dürfen studieren.

Das neueste, und in Burkina Faso einzigartige Projekt ist der Mehrgenerationenhof für junge Mädchen und bedürftige ältere Frauen. Auf dieser „Mädchenfarm“ sollen junge Frauen biologischen Landbau und Kleintierhaltung erlernen, ältere bedürftige Damen in Würde leben, ihre Lebenserfahrungen weitergeben und so ein wertvoller Teil der Gemeinschaft werden.

 

Über die weiteren Projekte von AMPO können Sie sich im Internet unter www.sahel.de informieren. Sie werden sehen, dass die Einrichtungen, die unter dem Motto „Managré Nooma = Das Gute geht nie verloren“ stehen, alle Unterstützung wert ist.

 

Und hier noch ein kurzes Interview Herrn Weiners vom Höchster Kreisblattes mit Bernd Lhotzky:

 

Tokio, New York, London, Paris und dazu Liederbach. Jetzt sogar ohne Gage. Warum kommen Sie immer wieder gerne in die kleine Taunusgemeinde?

In Liederbach treffe ich bei jedem Besuch auf ein ganz besonders aufmerksames und begeisterungsfähiges Publikum. Den Veranstaltern, der Familie Götte bin ich inzwischen seit Jahren freundschaftlich verbunden. Seit Wochen freue ich mich auf das anstehende Konzert, übrigens mein erster Solo-Auftritt in Liederbach.  

 

Wie bewerten Sie als Fachmann das Programm, das der Liederbacher Jazzclub jedes Jahr auf die Beine stellt?

Der Jazz Club Liederbach ist dem klassischen Jazz immer treu und bietet in diesem Rahmen ein abwechslungsreiches und höchst anspruchsvolles Programm. Durch ihre persönlichen Kontakte ist es den Göttes immer wieder gelungen internationale Spitzenmusiker nach Liederbach zu holen. 

 

Was macht für Sie den Reiz aus, in einer kleinen „Scheune“ vor 80 Leuten zu spielen?

Die Scheune ist gar nicht so klein. Regelmässig finden sich zu den Konzerten des Jazz Clubs etwa 200 Fans ein. Die Kulturscheune ist ein ausgesprochen attraktiver Veranstaltungsort mit einem ganz besonderen Flair. Regelmässig kommt dort eine großartige Stimmung auf. Man findet hier möglicherweise schneller den direkten Kontakt zum Publikum als in den Konzertsälen der Großstädte.   

 

Sie waren schon 16 Mal in Liederbach. Einmal haben Sie sogar zwei eigene Flügel „einfliegen“ lassen. Können Sie sich noch an diese und weitere Anekdoten bei diesen Besuchen erinnern?

16 Mal sagen Sie - kaum zu glauben. An das Konzert mit den beiden Flügeln erinnere ich besonders gerne. Mein Duopartner war damals der New Yorker Ausnahmepianist Dick Hyman. Hierzulande ist er vor allem als Filmkomponist nahezu aller Woody Allen Soundtracks bekannt. Wegen des Gewichts der beiden Flügel hatte man die vorgesehene Bühne wieder abbauen müssen.  

 

Gibt’s einen Tipp vom Experten an den Hobbyclub, was er noch besser machen und verändern könnte?

In Liederbach gibt es nichts zu verbessern. Ich hoffe, dass die Familie Götte ihre großartige Konzertreihe noch lange mit solchem Einsatz und Enthusiasmus weiterführt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 03. Juni, 20:00 Uhr Jazz in der Scheune

 

 

Engelbert Wrobels Hot Jazz 4

 

 

 

 

Engelbert Wrobel (D) Klarinette, Tenorsaxophon, Altsaxophon

Der Bandleader der Engelbert Wrobels Swing Society ist durch sein kraftvolles, brillantes und ausdrucksstarkes Spiel zu einem der renommiertesten Swing- und Hotjazz-Klarinettisten und -Saxophonisten Europas geworden. Bereits mit 16 Jahren gründete der „Engel“ seine erste Jazzband, die „Happy Jazzmen“, mit der er unter anderem den Wettbewerb „Jugend Jazzt“ gewann. Er ist ein Multi-Instrumentalist, der es versteht, jedes seiner Instrumente stilgerecht zu spielen. Durch jahrelanges Studium des klassischen Swing hat er die Besonderheiten seiner Vorbilder zu einer eigenen musikalischen Sprache verarbeitet. Auf der Klarinette sind die Einflüsse von Benny Goodman, Barney Bigard und Edmond Hall nicht zu überhören. Auf dem Tenorsaxophon haben es ihm vor allem Ben Webster, Arnett Cobb und Coleman Hawkins angetan.

Engelbert Wrobel ist als Solist oder mit seiner Swing Society bei allen großen europäischen Jazzfestivals zu hören, auch in Afrika und Japan und natürlich in der Kulturscheune Liederbach.

 

Duke Heitger (USA) Trompete

Der in Ohio geborene Jazztrompeter gehört zur jungen Generation und zu den führenden Musikern des klassischen Stils in den USA. Er hat mit vielen Größen des traditionellen Jazz zusammen gespielt und CDs aufgenommen wie mit Dick Hyman, Butch Tompson, James Dapogny, Bernd Lhotzky, Engelbert Wrobel etc.

Sein unglaublich feinfühliges, virtuoses Spiel begeistert jedes Mal aufs Neue und sein Repertoire reicht vom alten. traditionellen New Orleans Jazz bis zum Swing.

 

Paolo Alderighi (I) Klavier

Der junge, aus Mailand stammende Pianist (geb. 1980) ist eines der größten Jazzpiano-Telente der letzten Jahre. Nach klassischem Klavierstudium am Mailänder Konservatorium spielte er zunächst klassische Musik und erhielt etliche Preise, bevor er sich ganz dem Jazz widmete. Inzwischen ist er auf den meisten Jazzfestivals in Europa und Japan aufgetreten zusammen mit vielen großen Stars der Jazzszene. Er gehört zu den wenigen herausragenden jungen Stride-Pianisten unserer Zeit.

 

Oliver Mewes (D) Schlagzeug

Der 1967 in Köln geborene Drummer studierte an der Kölner Musikhochschule Schlagzeug und nahm nebenbei Privatunterricht bei John Riley und Victor Lewis. Er machte sich schnell einen Namen als sensibler Begleiter, wie auch als virtuoser und dabei immer geschmackvoller Solist. Seine stilistisch ungeheuer breite Palette an Klangfarben macht ihn zu einem begehrten Partner für Musiker der unterschiedlichsten Richtungen.

Er arbeitete bereits für Größen wie Bob Barnard, Lillian Boutté, Don Menzy, Bobby Shew, Leroy Jones, Dan Barrett, John Smith und Harry Allen. Seit Mitte der 90er Jahre hat Oliver Mewes insbesondere seine Vorliebe für Swingmusik der 30er und 40er Jahre entdeckt und lässt sich verstärkt von Meistern wie „Papa“ Jo Jones, „Big Sid“ Catlett, Buddy Rich und Gene Krupa inspirieren.

 

 

Samstag, 09. Juli, 20:00 Uhr Jazz in der Kirche

im Rahmen des Kulturprogramms der Gemeinde Liederbach "Der Liederbacher Sommer"

 

 

 

      Trumpet meets Organ

       Fraser Gartshore (Orgel)

      Herbert Christ (tp)

 

 

Im Rahmen des Programms der Gemeinde Liederbach „Der Liederbacher Sommer“ bietet der Liederbacher Jazzclub e.V. ein Konzert besonderer Art an, ein Jazzkonzert in der Kirche mit Orgel und Trompete. Unsere wunderbare Orgel, auf der schon große Organisten Konzerte gaben und die auch Felix Mendelssohn-Bartholdy sehr zu schätzen wusste, virtuos von Fraser Gartshore gespielt und begleitet vom Trompeter Herbert Christ, wird bei der hervorragenden Akustik unserer Kirche voll und doch einmal ganz anders zur Geltung kommen. Zu Gehör gebracht werden die schönsten Melodien der Jazzkultur des frühen 20. Jahrhunderts, Gospel und Spirituals in fast nie gehörten Versionen in dieser Instrumentierung.

 

Fraser Gartshore (GB) aus Inverness/Schottland, virtuoser Jazzpianist, Organist und Dirigent lebt in Bonn und leitet eigene Bands. Er ist auch Leiter des Bonner University Jazz Choir und tritt mit vielen großen Musikern der Jazzszene bei internationalen Konzerten und Festivals auf. Seine Musikalität und sein Einfühlungsvermögen machen ihn zu einem hervorragenden Begleiter und Solisten an der Orgel.

 

Herbert Christ (D)

Der erfahrene aus Frankfurt stammende Trompeter gehört zweifellos zu den besten Jazztrompetern des traditionellen Jazz in Europa. Sein hervorragendes Können hat er als Bandleader vieler internationaler Besetzungen immer wieder bewiesen und sein Publikum durch seine Virtuosität und besondere Intonierung begeistert.

 

 

Samstag, 03. September, 20:00 Uhr Jazz in der Scheune

im Rahmen des Kulturprogramms der Gemeinde Liederbach "Der Liederbacher Sommer"

 

 

 

 

      "making Blues"

 

         Ignaz Netzer (g, harp, voc)

         Albert Koch (harp, voc)

 

Dieses Duo gehört zu den wenigen Bluesinterpreten, die bewusst auf technischen Schnickschnack verzichten und - lediglich mit akustischer Gitarre, Mundharmonika und Gesang, der Urbesetzung des Blues - von der ersten Sekunde an klarmachen wo's langgeht:

Blues pur, mitreißend, unverfälscht und schweißtreibend.

Die permanente Zusammenarbeit von Netzer und Koch besteht seit 1998. Die beiden widmen sich dem alten Blues genauso intensiv wie der Verarbeitung moderner Themen in Eigenkomposition. 

 

Ignaz Netzer (g, harp, voc):

Der in Wangen/Allgäu geborene und in Öhringen lebende Ignaz Netzer gründete 1970 seine erste Band. Er ist nicht nur ein Virtuose an der Gitarre. Die Mundharmonika beherrscht er gleichermaßen und ist ein außergewöhnlicher Bluessänger. Geradezu tiefschwarz klingt seine raue, ausdruckstarke Stimme. Dazu kommt sein Gitarrenspiel auf der Gibson, der er mit Fingerpicking-, Bottleneck- und Slide-Technik die unglaublichsten, bisher nicht gehörten Töne entlockt; oft einer menschlichen Stimme nicht unähnlich. Nicht zu vergessen sind Netzers erdig rustikale Mundharmonikaphrasen, die beim Zuhörer das Bild von sengender Hitze über endlosen Baumwollfeldern heraufbeschwören. Die Presse schrie u.a.: "Ignaz Netzer wurde wohl mit dem Wasser des Mississippi getauft". Netzer stand schon mit vielen Bluesgrößen zusammen auf der Bühne wie z.B. Champion Jack Dupree, Lousiana Red und Little Willie Littlefield, um nur einige wenige zu nennen und ist auf allen Festivals ein gern gesehener Gast.

 

Albert Koch (harp, voc):

1959 in Kaiserslautern geboren fing er mit 9 Jahren an Mundharmonika zu spielen. Mit 16 Jahren begeisterte er sich für den Blues und ist inzwischen zu einem der gefragtesten Bluesharspieler geworden, was seine Auftritte mit Louisiana Red, Angela Brown, Al Jones Eddie Taylor, Titus Vollmer, Tony Ramos und Martin Schmitt bei Konzerten nicht nur in Deutschland, sondern auch in Luxemburg, Belgien und Frankreich beweisen. Dazu kommen Konzerte in Rudfunk und Fernsehen mit Jeanne Carrol, Jan Harrington, Al Jones, Pete York und Chris Rannenberg auf Festivals in St. Wolfgang/Bad Ischgl, Baden Baden Boogie Nights und Kitzbühl (mit Christoph "Boogiewolf" Steinbach).

  

Albert Koch & Ignaz Netzer beim Bluesfestival "When blues comes to town" am 24. April 2009 in der Rathaushalle in Hassfurt

 

Samstag, 15. Oktober, 20:00 Uhr Jazz in der Scheune

 

Torsten Zwingenbergers Swingburger

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Hinter diesem Bandnamen verbirgt sich ein Quartett, zu dem sich exquisite Jazzmusiker zusammengefunden haben. Der Liederbacher Jazzclub hat sie zu einem Konzert mit New Orleans Jazz in die Kulturscheune eingeladen. Drei von ihnen waren schon wiederholt in Liederbach zu Gast, aber der vierte, dessen Namen die Band trägt, tritt zum ersten Mal hier auf, worüber wir sehr erfreut sind.

 

Torsten Zwingerberger (dr, perc)

Sieht man bei seinen Konzerten nicht mehr ohne seinen Barhocker, auf dem er gar nicht sitzt, sondern der wie eine Bongo klingt, wenn Torsten ihn anschlägt. Als Sitz benutzt er sein Cachon, der ihm sowohl als Bank als auch als Instrument dient.

Fünf Fußmaschinen braucht Zwingenberger, um all seine Percussions in der unteren Etage anzuschlagen: die Bassdrum, den Woodblock, den Schellenring, die Cowbell, das Cachon und die Chekere, eine Schlag- und Schüttelkalebasse.

Dazu zaubert er noch mit der Talking Drum (afrikanische Naturtrommel) und der arabischen Darabukka-Trommel. Eine seiner neuesten Kombinationen ist das Zusammenspiel von Schlagzeug und Waschbrett plus Shaker, mit dem er diesen unverwechselbar groovigen Sound erzielt.

Torsten benutzt bis zu drei Sticks gleichzeitig, spielt beidhändig und beherrscht die sogenannte Twin-Effekt-Technik, bei der die Enden der Sticks in einem rasanten Wirbel gegen Becken und Drums geschlagen werden.

 

John Defferary, (cl, sax,voc)

1941 in London geboren, ging bereits im Alter von 21 Jahren auf Amerikatournee. In Los Angeles wurde er Schüler des Klarinettisten Barney Bigard. Auch in den folgenden Jahren zog es ihn häufig in die USA. Er spielte zusammen mit Musikern wie Louis Cotrell, Ed Hall, Raymond Burke und Albert Nicholas.

Anfang der 70er Jahre wurde John Mitglied des Trevor Richard New Orleans Trio, mit dem er 12 Jahre lang um die ganze Welt tourte. Ab 1985 spielte John Defferary eine herausragende Rolle in „Papa Bue’s Viking Jazzband“ und von August 1998 bis November 2006 war er Mitglied der profiliertesten europäischen Jazzband, der „Chris Barber Jazz and Blues Band“. Die Presse bezeichnet ihn als Hot-Jazz-Interpreten von Weltklasse. John Defferary begeistert sein Publikum durch seine Virtuosität, seine kreolische, unvergleichlich swingende Klarinette und sein dynamisches Saxophonspiel.

Großes Interesse hat John auch am Zigeunerjazz. Er reist oft nach Paris, wo er Gelegenheit hat, diese Musik mit befreundeten Musikern der Sinti und Roma in authentischem Kreis zu spielen.

 

Herbert Christ (tp)

Der aus Frankfurt stammende, erfahrene Trompeter gehört zweifellos zu den besten Jazztrompetern des traditionellen Jazz in Europa. Sein hervorragendes Können hat er als Bandleader vieler internationaler Besetzungen immer wieder bewiesen und sein Publikum durch seine Virtuosität und besondere Intonierung begeistert. Mittlerweile ist er mehr international als in Deutschland zu hören und kann seinen Zuhörern eine Vision des Zaubers der Musik des alten New Orleans übermitteln. Er ist der Initiator vieler Hot-Jazz-Aktivitäten.

 

Dirk Raufeisen (p)

ist in fast allen Musikstilen zu Hause. Neben dem klassischen Klavierunterricht begann er schon in frühen Jahren, Pop- und Bluesstücke zu spielen. Später nahm er des öfteren an amerikanischen Gospel-Gottesdiensten teil und sammelte dort erste musikalische Erfahrungen mit dieser Musik. Mit 15 Jahren war er Pianist der Schulband und begeisterte durch originalgetreue Wiedergabe von Pianosoli berühmter Meister. „Entdeckt“ wurde er auf dem „International Jazz Festival at Sea“ 1988. Heute hat er einen großen Namen und arbeitet mit bekannten Künstlern wie z.B. Lillian Boutté, Greetje Kauffeld, Günter Lenz, Charly Antolini.

 

Samstag, 26. November, 20:00 Uhr Jazz in der Kirche

 

 

 

Gospel & Spiritual zum Advent

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The Dirk Raufeisen Singers feat. Tommie Harris

 

 

"The Dirk Raufeisen Singers" haben sich zum Ziel gesetzt, die amerikanische Gospelmusik in den Kirchengemeinden populärer zu machen und damit auch verstärkt junge Menschen anzuziehen. Das Repertoire deckt ein großes musikalisches Spektrum ab. Das Programm umfasst Gospels und Spirituals aus den verschiedenen Stilrichtungen der amerikanischen Gospeltradition. Die Sängerinnen und Sänger gehen bei ihren Darbietungen auf die Texte und Botschaften ein, die in den Liedern stecken. Alte traditionelle Spirituals, die man hierzulande kennt, laden zum Mitmachen und Mitsingen ein. Fetzige Rhythmen und melodische Balladen ergänzen sich ideal und sorgen für Abwechslung und Spannung.

 

Im Mittelpunkt des Chors, "The Dirk Raufeisen Singers" steht der mehrstimmige Harmoniegesang. Dirk Raufeisen (p, voc) ist ein Virtuose der swingenden Stile, Mainstream, Blues, Boogie Woogie und Gospel. Sein unverkennbarer eigener Stil, technische Perfektion sowie improvisatorische Spontaneität zeichnen ihn aus. Durch seine außergewöhnliche musikalische Vielseitigkeit  zählt er zu den besten Pianisten in der deutschen Musikszene.

 

Götz Ommert am Bass ist aus der  europäischen Jazz-Szene als Vollprofi und Virtuose nicht mehr wegzudenken. Tobias Schirmer am Schlagzeug, glänzt durch hohes technisches Können und besticht durch sein enormes Timekeeping. Am  Keyboard und Piano spielt Kirsten Raufeisen, die sich als Kirchenorganistin bereits einen großen Namen gemacht hat. 

 

Tommie Harris USA, geboren in Alabama, verfügt über gewaltige stimmliche Möglichkeiten. Er ist ein Sänger der Spitzenklasse, brillante Technik und ein großer Tonumfang zeichnen ihn aus. Seine Vorliebe ist der Gospel-, Spiritual- und Bluesgesang.  Seit seiner Kindheit in Alabama ist Tommie Harris schon eng mit der Gospelmusik vertraut, sang dort in einer kleinen Gospelgruppe aus Familienmitgliedern und spielte während seiner Schulzeit und im College in diversen Orchestern und Marching Bands. Er gehört zu den vielseitigsten Sängern und hat auf vielen Rundfunk- und Fernsehproduktionen und CDs seine Spuren hinterlassen. 1987 wurde Tommie Harris in die „Alabama Jazz Hall of Fame“ aufgenommen.

 

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