Archiv 2008

 

Liederbacher Jazzclub e.V. Jazz in der Scheune

 

 Am Samstag, dem 09. Februar 2008 waren um 20:00h in der

 Kulturscheune zu Gast:

 

Echoes of Swing

 

 

 

 

 

 

 Echoes of Swing

         Colin Dawson                          tp, voc
         Christian Hopkins                   as
         Bernd Lhotzky                         p
         Oliver Mewes                          drms
         International renommierte Swingbesetzung mit Swing der 30er-40er Jahre

Als diese Besetzung vor genau 9 Jahren in Liederbach gastierte, galt sie als jüngste Jazzband Europas. Inzwischen ist Echoes of Swing eine der renommiertesten Jazzformationen mit weltweitem Erfolg.

Chris Hopkins Alt-Saxophon (USA/D)

Der 1972 geborene Amerikaner ist Leader der Band und primär als Pianist bekannt, macht aber auch als Saxophonist von sich reden. Auch hier besticht er durch seine einfallsreichen und stilreinen Interpretationen, mit Blick auf Johnny Hodges, Pete Brown, Tab Smith oder Benny Carter. Seine außergewöhnliche Repertoirekenntnis gepaart mit untrüglichem musikalischem Geschmack machen ihn zu einer echten Kapazität auf dem Gebiet des traditionellen Jazz und Swing.

Als Pianist hat er die Einflüsse seiner Vorbilder Fats Waller, Teddy Wilson, Earl Hines, Duke Ellington, Mel Powell, Nat King Cole zu seiner eigenen Sprache entwickelt und sich bereits in jungen Jahren weit über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus in der Jazzszene einen Namen gemacht. Als einfühlsamer Begleiter und klangfarbenreicher Solist zählt Chris Hopkins heute zu den international gefragten Vertretern einer neuen Generation von Swing-Musikern. Etliche Tourneen, auf denen er viele renommierte Größen (unter ihnen Clark Terry, Harry „Sweets“ Edison, Jackie Williams, Hazy Osterwald, Dan Barrett, Tom Baker, Ken Peplowski, Peanuts Hucko, Bob Hagart und Dick Hyman) begleitete, führten ihn durch ganz Deutschland, viele Länder Europas, in die USA, nach Japan, Australien und Neuseeland.

 

Colin Dawson - Trompete (GB/D)

Geboren 1960 in South Shields (England). 1976-79 Studium in den Fächern Trompete, Klavier, Musiktheorie, Geschichte und Komposition am Newcastle College of Art Erster Auftritt beim Jazz and Heritage Festival der Stadt New Orleans im Jahre 1977. 1978 Trompetenstunden bei Jazzlegende Jabbo Smith in New Orleans. Der 17-jährige Colin und der 92 Louis Keppard unterhalten sich in einem Interview über die Buddy Bolden Ära. Auftritte mit allen großen Stars der Jazzszene. Über 50 CD- und LP-Einspielungen mit Benny Waters, Billy Mitchell, Butch Miles, Danny Moss, der SDR Big Band (Leitung Paul Kuhn), mit Sammy Rimington, Trevor Richards u.v.a. Weltweit Auftritte in mehr als 35 Ländern u.a. in der Kölner und der Münchener Philharmonie, der Stockholm Concert Hall, beim Edinburgh Festival, dem Marciac Jazz Festival, dem San Marino Festival, dem Rheingau Musik Festival, in Clearwater Beach (Florida), Sun Valley (Idaho), beim Sacramento Jazz Jubilee (Kalifornien), in Victoria (Kanada), auf dem Kobe Jazz Festival (Japan). Dawson ist zu hören auf dem Soundtrack zur Fernsehserie „Young Indiana Jones“ und im Fernsehfilm „Drei Schwestern – Made In Germany“ (Musik: Klaus Doldinger).

Seit 1988 bei der „Allotria Jazz Band“ und seit 2000 leitet Colin Dawson, das 8-köpfige „Echoes Of Swing Orchestra“.

 

Bernd Lhotzky – Klavier (D/F)

Geboren 1970 in Tegernsee (Oberbayern). Klavierunterricht am Richard-Strauss-Konservatorium und an der Hochschule für Musik in München. Kompositionsunterricht bei Paul Engl auf Empfehlung von Günther Bialas. CD-Veröffentlichungen unter anderem mit Dick Hyman, Ralph Sutton, Louis Mazetier, Bob Barnard, Trevor Richards. Soloauftritte im Herkulessaal der Münchener Residenz, im Prinzregenten Theater (München), in der Philharmonie (München), an der Staatsoper "Unter den Linden" (Berlin), in der "Salle Cortot" (Pa ris), in der Kaufmann Concert Hall (New York), Victoria Concert Hall (Genf), auf zahlreichen internationalen Jazzfestivals (in ganz Europa, den USA, Japan, Australien, Neuseeland). Kompositionsaufträge für Film soundtracks: "Der Lügner" 1995, "A few moves" 1996, "Chocolate Pain" 1999, "Exil" 2004.

1998 wird Bernd Lhotzky in Paris der “Grand Prix du Disque de Jazz" verliehen. 2001, 2002 und 2004 tritt Bernd Lhotzky an der Seite von Dick Hyman beim “International Stride Piano Summit" im Rahmen des New Yorker Jazz Festivals “Jazz In July" in der Kaufmann Concert Hall des 92nd Street Y auf und natürlich in Liederbach. In seiner November/Dezember- Ausgabe 2001 wählt das Londoner Klaviermagazin “Piano" Lhotzkys Solo-CD “Stridewalk" unter die 10 besten Neuerscheinungen des Jahres. Das aktuelle Solo-Album "Piano Portrait" ist 2006 beim amerikanischen Label Arbors Jazz erschienen.

Oliver Mewes (drms)

Der Schlagzeuger Oliver Mewes wurde 1967 in Köln geboren. Er studierte an der Kölner Musikhochschule Schlagzeug und nahm nebenbei Privatunterricht bei John Riley und Victor Lewis. Er machte sich schnell einen Namen als sensibler Begleiter, wie auch als virtuoser und dabei immer geschmackvoller Solist. Seine stilistisch ungeheuer breite Palette an Klangfarben macht ihn zu einem begehrten Partner für Musiker der unterschiedlichsten Richtungen.

Er arbeitete bereits für Größen wie Bob Barnard, Lillian Boutté, Don Menzy, Bobby Shew, Leroy Jones, Dan Barrett, John Smith und Harry Allen. Seit Mitte der 90er Jahre hat Oliver Mewes insbesondere seine Vorliebe für Swingmusik der 30er und 40er Jahre entdeckt und lässt sich verstärkt von Meistern wie „Papa“ Jo Jones, „Big Sid“ Catlett, Buddy Rich und Gene Krupa inspirieren.

Am Samstag, dem 15. März 2008 war um 20:00h in der

Kulturscheune zu Gast das:

 

Frank Robertscheuten Trio

 

 

 

Auf seiner Europatournee machte dieses international renommierte Trio auch in Liederbach Halt. Frank Roberscheuten hat diese Besetzung nur für diese Tournee zusammengestellt.

Frank Roberscheuten (NL) Klarinette, Tenorsaxophon, Altsaxophon

1962 in Valkenswaard, Holland geboren, studierte Frank am Brabants Konservatorium der Stadt Tilburg klassische Klarinette, bevor er sich ganz dem Jazz zuwandte. Er nahm sich die besten Musiker der Jazzgeschichte zum Vorbild. Für die Klarinette waren dies Interpreten des New Orleans Jazz wie Jimmy Noone, Barney Bigard und George Lewis. Später interessierten ihn auch Exponenten der Swing-Epoche wie Artie Shaw und Benny Goodman. Für das Altsaxophon begeisterten ihn Benny Carter, Charlie Parker und Johnny Hodges und für das Tenorsax Coleman Hawkins, Lester Young und Stan Getz. Als Solist hat Frank schon mit fast allen europäischen Bands gespielt, z.B. „The Dutch Swing College Band“, „The Barrelhouse Jazzband“ und „Les Haricots Rouges“. Er zählt zu den gefragtesten Musikern des Traditional und Swing Jazz in der internationalen Jazzszene und war bei Jazzfestivals zu hören wie am Waiheke Island Of Jazz, Clearwater Beach und North Sea Jazzfestival. Dazu kommen diverse Fernsehauftritte mit „The Beau Hunks“ und „The Swingcats“. In Liederbach ist er ein gern gesehener Gast.

Rossano Sportiello (I), Klavier

wurde 1974 in Vigevano (nahe Mailand) geboren. Seit seinem 9. Lebensjahr spielt er Klavier. Mit 22 Jahren schloss er seine Klavierausbildung am Konservatorium ab. Bereits im Alter von 15 Jahren fand er immer mehr Gefallen am Jazz, entdeckte die Musik von Willie „The Lion“ Smith, Fats Waller und Jelly Roll Morton und wurde zum begeisterten Jazzpianisten. Später ließ er sich von Teddy Wilson, Art Tatum, Oscar Peterson und Hank Jones inspirieren. Barry Harris hat gesagt: „Rossano makes me smile when he plays, he is the best stride pianist!“

Rossano spielte u.a. mit Gerry Mulligan, Dick Hyman und Slide Hampton. Nachdem er eine Weile als Sideman in den verschiedensten Orchestern mitgewirkt hatte, wurden immer mehr Konzertveranstalter auf sein außergewöhnliches Talent aufmerksam und begannen, ihn als Solist oder Bandleader zu engagieren. Rossano spielte sogar schon in New York (Town Hall und Lincoln Center) und hat bereits mehrere CDs aufgenommen.

Martin Breinschmid (A) Schlagzeug

Ist 1970 in Wien geboren, studierte an der Hochschule für Musik in Wien und bestand 1989 sein Diplom mit Auszeichnung. Seitdem ist er Mitglied des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien und wirkt auch ständig mit im ORF Orchester, den Wiener Symphonikern, bei La Philharmony und anderen.

Als Jazzschlagzeuger ist er seit 1985 in der Original Swing Time Big Band tätig und hat seit 1994 sein eigenes Quartett. Martin trat schon zusammen mit Bob Wilber, Bill Berry, Peanuts Hucko und Dave Brubeck auf und wirkte mit bei Joe Zawinuts „Donausymphonie“ mit.

 

 Am Sa. 31. Mai, 20 Uhr „Jazz in der Scheune“ Kulturscheune, Feldstraße 4,

waren zu Gast
        
John Defferary Jazztett

 

 

John Defferary Jazztett and spezial guests

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Django Reinhardt, weltbekannter Gitarrist und Komponist des Jazz der Sinti und Roma, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Dies nimmt der Liederbachen Jazzclub zum Anlass, dessen Musik und Kompositionen in einem besonderen Konzert aufleben zu lassen.

 

John Defferary, (Klarinette, Saxophon, Gesang) am 27. März 1941 in London geboren, ging bereits im Alter von 21 Jahren auf Amerikatournee. In Los Angeles wurde er Schüler des Klarinettisten Barney Bigard. Auch in den folgenden Jahren zog es ihn häufig in die USA. Er spielte zusammen mit Musikern wie Louis Cotrell, Ed Hall, Raymond Burke und Albert Nicholas.

Anfang der 70er Jahre wurde John Mitglied des Trevor Richard New Orleans Trio, mit dem er 12 Jahre lang um die ganze Welt tourte. Ab 1985 spielte John Defferary eine herausragende Rolle in „Papa Bue's Viking Jazzband" und von August 1998 bis November 2006 war er Mitglied der profiliertesten europäischen Jazz­band, der „Chris Barben Jazz and Blues Band". Die Presse bezeichnet ihn als Hot-Jazz-Interpreten von Weltklasse. John Defferary begeistert sein Publikum durch seine Virtsität, seine kreolische, unvergleichlich swingende Klarinette und sein dynamisches Saxophonspiel.

Großes Interesse hat John auch am Zigeunerjazz. Er reist oft nach Paris, wo er Gelegenheit hat, diese Mu­sik mit befreundeten Musikern der Sinti und Roma in authentischem Kreis zu spielen.

 

Johannes Zink spielt seit seinem 12. Lebensjahr Gitarre. Neben Studien der klassischen Konzertgitarre sowie der Renaissance- und Barocklaute trat schon bald die autodidaktische Beschäftigung mit dem Jazz. Seine besondere Vorliebe galt dabei der Stilistik von Django Reinhardt. Bereits während seines Studiums der Musikwissenschaft begann seine Mitarbeit beim Westdeutschen Rundfunk, wo er als Assistent von Prof. Harald Banter an der Realisierung zahlreicher großer Konzertprojekte mitwirkte und mit Showgrößen wie Vico Torriani, Helmut Zacharias, Paul Kuhn und der WDR-Big Band zusammentraf. Heute arbeitet Johannes Zink als freier Musikjournalist für die Kölnische Rundschau und ist freier Autor und Moderator für den WDR. Außerdem ist er Mitglied in etlichen renommierten Jazzbands. Unter den vielen Musikern von internationalem Ruf mit denen er zusammenspielte, sind die Trompeter Patrick Artero, Wendell Brunious, Oscar Klein und Keith Smith, die Posaunen-Legende Spiegel Wilcox, die Pianisten Ralph Sutton .und Keith Nichols und natürlich der Klarinettist John Defferary.

 

Eduard „Edu" Jung (Kontrabass, Gesang) begann im Alter von 6 Jahren neige und mit 10 Jahren Klavier und Cello zu spielen. Seinen frühen Kontakte zum Jazz hatte er durch seinen Vater Dr. Hans Otto Jung (Hot Club Frankfurt) praktisch zu Hause. Mit 14 Jahren kam er zur Bassgitarre und verdiente sich seine ersten musikalischen Sporen in den Bands von Dietrich Geldern, mit Ruud van Duyse und Flip Gehring. 1993 wechselte er zum Kontrabass und spielte u.a. mit dem Peter Köhler Swingtett, der Wiesbadener Juristen­band und der Hot Fountain Six. In den letzten Jahren ist er auch häufiger in Bands von Musikern der Barrel­house Jazzband und der HR Bigband zu hören. 1986 war er Mitbegründer des Jazzclub Rheingau e.V. und ist seitdem dessen Vorsitzender. Musikalische Vorbilder sind Ray Brown und Siam Stewart.

 

Dominik Dötsch (Piano)

Der junge Pianist ist zweifellos ein großes Talent am Piano und ebenso am Schlagzeug. Dies hat er bei Auftritten mit der Barrelhouse Jazzband und in Liederbach mit Reimer von Essen, Jim Lawyer, Thomas L'Etienne und John Defferary bewiesen. Inzwischen ist er festes Mitglied der La Vida New Orleans Band

und hat sich in den letzten Jahren erfreulich weiterentwickelt.

 

Peter Hermann (Schlagzeug, Gesang)

Ist der Leiter der La Vida New Orleans Band. Immer präsent, aber nie vordergründig spielt er New Orleans­Schlagzeug comme il faut, klassisch und damit zeitlos. Seine Soli lassen nie die Melodie des Stückes vergessen - und sein Engagement vermittelt sich auch optisch. Zudem ist er ein wichtiger Sänger der Band. Sei­ne Liebe gilt den schwungvollen Rhythmen, wie sie z.B. aus dem Jazz der Sinti und Roma und auch der Kreolen nicht wegzudenken ist.

 

 

Am Samstag, dem 13. September war zu Gast:

 

 

 

 

Blues Duos:

“Making Blues” : Jgnaz Netzer und Albert Koch

„Down Home Percolators“ : Klaus „Mojo“ Kilian und Bernd Simon

 

Beim 100. Konzert des Liederbacher Jazzclubs (Benefizkonzert am 07.09.2005 zu Gunsten des Waisenhauses von Katrin Rohde in Burkina Faso) spielten diese beiden Duos zum ersten Mal für 15 Minuten zusammen. Sie ernteten solche Begeisterungsstürme, dass wir sie spontan für ein gemeinsames Konzert engagierten. Es erwartete uns virtuosester Blues vom Mississippidelta bis zum Chicago-Blues.

 

„Making Blues“

Dieses Duo gehört zu den wenigen Bluesinterpreten, die bewusst auf technischen Schnickschnack verzichten und – lediglich mit akustischer Gitarre, Mundharmonika und Gesang, der Urbesetzung des Blues – von der ersten Sekunde an klarmachen, wo’s langgeht: Blues pur, mitreißend, unverfälscht und schweißtreibend. Die permanente Zusammenarbeit von Netzer und Koch besteht seit 1998. Die Beiden widmen sich dem alten Blues genauso intensiv wie der Verarbeitung moderner Themen in Eigenkompositionen.

Ignaz Netzer (g, harp, voc):

Der in Wangen/Allgäu geborene und in Öhringen bei Heilbronn lebende Ignaz Netzer gründete 1970 seine erste Band. Er ist nicht nur ein Virtuose an der Gitarre. Die Mundharmonika beherrscht er gleichermaßen und ist ein außergewöhnlicher Bluessänger. Geradezu tiefschwarz klingt seine raue, ausdrucksstarke Stimme. Dazu kommt sein Gitarrenspiel auf der Gibson, der er mit Fingerpicking- und Bottleneck- und Slide-Technik die unglaublichsten, bisher nicht gehörten Töne entlockt; oft einer menschlichen Stimme nicht unähnlich. Nicht zu vergessen sind Netzers erdig rustikale Mundharmonikaphrasen, die beim Zuhörer das Bild von sengender Hitze über endlosen Baumwollfeldern heraufbeschwören. Die Presse schrieb u.a.: „Ignaz Netzer wurde wohl mit dem Wasser des Mississippi getauft.“ Netzer stand schon mit vielen Bluesgrößen zusammen auf der Bühne wie z.B. Champion Jack Dupree, Louisiana Red und Little Willie Littlefield, um nur einige weinige zu nennen und ist auf allen Festivals ein gern gesehener Gast.

Albert Koch (harp, voc):

1959 in Kaiserslautern geboren, fing mit 9 Jahren an, Mundharmonika zu spielen. Mit 16 Jahren begeisterte er sich für den Blues und ist inzwischen zu einem der gefragtesten Bluesharpspieler geworden, was seine Auftritte mit Louisiana Red, Angela Brown, Al Jones Eddie Taylor, Titus Vollmer, Tony Ramos und Martin Schmitt bei Konzerten nicht nur in Deutschland, sondern auch in Luxemburg, Belgien und Frankreich beweisen. Dazu kommen Konzerte in Rundfunk und Fernsehen mit Jeanne Carrol, Jan Harrington, Al Jones, Pete York und Chris Rannenberg und auf Festivals in St. Wolfgang/Bad Ischl, Baden-Baden Boogie Nights und Kitzbühel (mit Christoph „Boogiewolf“ Steinbach).

 

Down Home Percolators

Aus der Zusammenarbeit von Klaus “Mojo” Kilian und Bernd Simon in der Matchbox Bluesband ergaben sich bald erste Auftritte im Duo, das sich inzwischen einen guten Namen gemacht hat. Die erste CD des Duos wurde von den Bluesmagazinen „bluesnews“ und „Living Blues“ hoch gelobt.

Klaus „Mojo“ Kilian ( g, harp, voc)

Der Frankfurter ist einer der großen Bluesinterpreten unserer Zeit und einer der besten und bekanntesten Mundharmonikaspieler. Vor 24 Jahren gründete er die Matchbox Blues Band, die für eine Festival-CD des Südwestfunks einen Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt. Inzwischen hat „Mojo“ weltweit mit allen wichtigen Bluesinterpreten zusammengearbeitet. Unvergessen sind seine Auftritte in Liederbach mit der Barrelhouse Jazzband (Blues into Jazz), der Matchbox Blues Band und der First Class Blues Band.

Bernd Simon (g,voc)

ist nicht nur ein exzellenter E-Gitarrist sondern beherrscht das akustische „Fingerpicking“ ebenso beeindruckend. Auch seine Stimme kann sich hören lassen..

 

 

Am Freitag, dem 21. November war zu Gast:

 

 

Martin Schmitt – Piano-Solo


aus München, in Liederbach bestens bekannt und beliebt durch seine Konzerte mit Piano Power (zusammen mit Joja Wendt und Bernd Lhotzky) und seinen fulminanten Auftritt mit seinem Trio, kam dieses Mal zu einem Solokonzert zu uns. Er ist nicht nur einer unserer besten Jazzpianisten, sondern auch ein wunderbarer Sänger und Entertainer mit herzerfrischendem Humor, der es immer wieder versteht, sein Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Seine Vielseitigkeit am Piano ist frappierend. Traditioneller Blues, Boogie Woogie und Harlem Stride wird ergänzt durch Eigenkompositionen (auch mit eigenen Texten) und Rock- und Beat-Stücke der heutigen Zeit. Martin Schmitt ist auf vielen Festivals in ganz Europa zu Hause (z.B. Montreux, Paris, Ascona, Burghausen, Baden Baden). Fernsehauftritte, Direktübertragungen seiner Konzerte z.B. aus dem Münchner Lustspielhaus oder vom Boogie Festival Baden Baden und seine jährlichen Veranstaltungen im ausverkauften Prinzregententheater in München bestätigen die große Beliebtheit des jungen Pianisten ebenso, wie Auftritte mit Inga Rumpf, Bill Ramsey, Hazy Osterwald, Chet Baker u.a. seine internationale Klasse.

Seit 11 Jahren ist Martin Schmitt unserem Jazzclub freundschaftlich verbunden und nur dieser Freundschaft verdanken wir seinen Solo-Auftritt, denn inzwischen ist er zu einem vielgefragten Star der Jazzszene geworden, der normalerweise große Konzertsäle füllt.

Und hier ein Bericht von Julia Dünzl:

„Der Applaus hat mir gefallen, der war nicht übertrieben“, begrüßt Jazzmusiker Martin Schmitt das Liederbacher Publikum. Mit lausbübischen Grinsen und einer Prise Sarkasmus fügt er hinzu: „Bei Thomas Gottschalk dauert der oft länger als sieben Minuten. Schön dass wir das vermeiden konnten.“ Lässig setzt sich der Star des Abends an den Flügel und legt los. Er lässt seine Finger so rasant über die Tasten sprinten, dass es mit Blicken kaum möglich ist, ihnen zu folgen.

Selbst bei Jelly Roll Mortons „Fingerbreaker“ schafft er es seine Finger trotz hoher Geschwindigkeit scheinbar mühelos zu koordinieren. „Der bewegt sich an der Obergrenze, des pianistisch machbaren, wie überhaupt der ganze Abend“ betont er. Als Zuhörer ist man tatsächlich geneigt, ihm das ohne weiteres zu glauben. Vor sechs Jahren hat der Liederbacher Jazzclub  den außergewöhnlichen Jazzpianisten zuletzt in die Kulturscheune geholt. Seinen ersten Auftritt in Liederbach hatte er vor zwölf Jahren gemeinsam mit Bernd Lhotzky und Joja Wendt. 

„Damals hat er noch bei uns im Haus übernachtet. Mittlerweile ist er so bekannt, dass es immer schwierig wird ihn zu engagieren“, erklärt Volker Götte, Vorsitzender des Liederbacher Jazzclubs.   

„Ich freue mich, dass es nun doch geklappt hat“, fügt er hinzu. Dass er trotz wachsendem Bekanntheitsgrad immer noch des öfteren mit dem gleichnamigen Skispringer verwechselt wird, nimmt der Jazzmusiker gelassen. Vergnügt zitiert er einen Hausmeister, der ihm vor einem Konzert mit dem Kommentar begegnete: „Probieren's jetzt mit'm Klavier, wo's mit'm Skispringen nicht mehr so läuft?“ Der Tastentiger vollzieht seine Höhenflüge lieber am Piano, statt an der Sprungschanze. Dabei bezieht er sein Publikum eifrig mit ein. Als er Pinetop's Boogie Woogie anstimmt, kündigt er an, dass er innerhalb des Stücks von B-Dur zu C-Dur wechselt. „Wer an der richtigen Stelle „Hallo“ ruft, bekommt eine CD“, motiviert er die Konzertbesucher. So werden die Pianotöne von erwartungsvollen „Hallo“ -R ufen begleitet. Das richtige Timing hat schließlich Volker Götte. Doch Martin Schmitt schafft es sein Publikum auch weiterhin mitzureißen. Sein Facettenreichtum zeigt sich auch im Blues, Soul, Harlem Stride Piano, Jazz-Walzer und zahlreichen Eigenkompositionen. Mit seiner ausdrucksstarken Stimme singt er davon, wie es wäre einmal rückwärts zu leben, er singt von Geburt, Abschied und auch von sich selbst. „Ja es spricht sich rum, es kriegt jeder mit, jetzt ist da ein Neuer, der ist wie Dynamit, dieser Mann hat Feuer, dieser Mann heißt Martin Schmitt“, feuert er in die Runde und betont „Gerade das letzte Wort eignet sich hervorragend dazu aufs Enthusiastischste mitgesungen zu werden“ Die Jazzfans schmunzeln und schnipsen ausgelassen mit den Fingern. „Man will gar nicht sitzen bleiben, so animiert seine Musik zum Tanzen“, meint Patrizia de Cicco, Lebensgefährtin von Marcel Groh, Geschäftsführer des Porschezentrums Hofheim. „Wir sind so begeistert, dass wir Martin Schmitt bereits drei Mal ins Porschezentrum eingeladen haben“, erzählen die Inhaber Cornelia und Joachim Groh. Auch Liederbachs Bürgermeisterin Eva Söllner lässt sich den Jazz-Entertainer nicht entgehen. Nach der ersten Zugaben fordert das Publikum noch eine zweite. „Ihr machts mich wahnsinnig“, freut sich Martin Schmitt und belohnt die Konzertbesucher mit einem besonders gefühlvollen Song zum Ausklang. Beschwingt ruft er: „Ich bedanke mich bei allen Jazzfans und denen, die von Karin und Volker Götte mit leichtem Nachdruck dazu erzogen worden sind.“ Der lang anhaltende Abschlussapplaus zeigt, dass in Zukunft wohl nun einige mehr, beim Namen „Martin Schmitt“ nicht mehr zuerst an den Skispringer denken werden. (jcd)

 

 

 

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