Archiv 2003

 

2 Gala-Konzerte zum 50. Jubiläum der

Barrelhouse Jazzband 1953 -2003: 
50 Jahre klassischer Jazz
"Forever Young"

 

Mit einem 2-tägigen Konzert unter dem Motto "Barrelhouse für Gourmets" beginnt Deutschlands älteste Jazzband ihre Jubiläums-Konzerttournee im Großraum Frankfurt beim Liederbacher Jazzclub. Nirgendwo sonst in Deutschland bietet die Band ihren Fans dieses spezielle Programm für musikalische "Feinschmecker" an mit einem ganz bestimmten Menü" für jeden der beiden Konzertabende.

 

Freitag, 24. Januar: "Creole Night"

Musik, wie sie nur in New Orleans entstehen konnte, mit dem Einfluss der Karibik, meisterhaft komponiert von den kreolischen Bürgern der Stadt wie Jelly Roll Morton, Sidney Bechet und Wilbur de Paris. Dazu kommen eigene Werke a la Kreole einzelner Barrelhouse-Musiker, die es längst zu Kult-Status und Ruhm gebracht haben, wie "Margarita", .Barrelhouse Showboat" und "Lousiana Cafe" - also heißer Jazz mit südlichem Flair-

 

Samstag, 25. Januar: "From New Orleans to Harlem"

 

Die musikalische Reise nimmt Ihren Weg auf, entsprechend der Reise der Jazzmusiker in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts und bietet die Werke der größten Musiker und Komponisten jener Zeit, wie Joe „King“ Oliver, Louis Armstrong, Henry „Red“ Allen, „Duke“ Ellington und „Count“ Basie.

 

Somit präsentiert die Band an 2 Abenden ein Programm, das 100 Jahre Jazzgeschichte mit einem halben Jahrhundert Bandgeschichte verbindet, von der Musik Jelly Roll Mortons bis zu den eigenen Werken der Band im Stile eines aufgeklärten Traditionalismus: Klassischer Jazz Forever Young, der lange, aber erfolgreiche Weg der BARRELHOUSE JAZZBAND von den .Barrelhouses", so hießen die einfachsten Jazzkneipen im alten New Orleans, bis zu den großen Konzerthallen Deutschlands.

 

Die BARRELHOUSE JAZZBAND, 1953 als Schülerband in Frankfurt gegründet und seit längerer Zeit professionell arbeitend, einer treibenden Kraft, nicht nur in der deutschen Jazzszene und hat ais älteste Jazzband Europas Jazzgeschichte geschrieben.

 

1968 Ehrenbürgen von New Orleans

1977 beste deutsche Jazzplatte

1987 Preis der Jazzkritik für Plattenaufnahmen

-mehr als 100 der weltbesten Jazzmusiker haben in vielen Kontinenten, vor allem aber bei der jährlich in der Alten Oper Frankfurt stattfindenden Barrelhouse Jazzparty mit der Band zusammen gespielt.

 

Reimer von Essen: Klarinette, Altsaxophon  

Der 1940 geborene Bandleader schreibt die meisten Arrangements und ist seit 1962 für den typischen Stil der Band und ihre Ausstrahlung verantwortlich. Aus seinem fundierten Wissen um die Jazzgeschichte (er ist auch Jazzautor) schöpft er das Material für die Informationen und Anekdoten, die er in seinen beliebten Ansagen jedem Stück vorausschickt.

 

Horst Schwarz: Trompete, Posaune, Gesang  

1939 geboren, steckt stets voller neuer Ideen, ist seit 1959 Bandmitglied und hat durch seine Kompositionen "Barrelhouse Boogie", "Margarita", "Autumn in Deckenpfronn" und "Barrelhouse Showboat" den Stil der Band mitgeprägt.

 

Frank Selten: Sopran-, Alt-, Tenor- und Basssaxophon, Klarinette 

Geboren ist er 1939, seit 1961 Mitglied der Band und durch seine souveräne Technik und seinen persönlichen Stil zu einer wichtigen Attraktion der Band geworden.

 

Cliff Soden: Kontrabass 

1961 als Sohn eines Musikers geboren, wurde er schon in jungen Jahren Berufsmusiker. Bevor er 1989 sein Engagement bei der Barrelhouse Jazzband aufnahm, war er meist mit Trompeter Colin Dawson auf Tournee. Er besitzt eine große Kontrabasssammlung, das wertvollste Stück daraus ist fast 200 Jahre alt.

 

 Jan Luley: Klavier, Gesang  

Der jüngste Musiker der Band (geb. 1971) ist seit Ende 1999 Bandmitglied. Zuvor war er bereits international bekannt als Blues- und Boogie Interpret  mit brillanter Technik und besonderem Feeling.

 

Roman Klöcker: Gitarre, Banjo  

1949 geboren, ist er für sein Gitarrenspiel jenseits aller Stilgrenzen bekannt und seit 2000 Bandmitglied. Durch ihn wurde erstmals die sechsseitige Gitarre in die Musik der Barrelhouse Jazzband integriert.

 

Hans-Georg Klauer: Schlagzeug

Als ältester Musiker der Band (geb. 1936) ist er auch ihr ältestes Mitglied. 1955 -61 und wieder ab 1969 gibt er mit seinem Rhythmus der Barrelhouse-Musik ihr unnachahmliches,  typisches Fundament


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JAZZ in der Scheune am Samstag, den 22. März 2003

Thomas l'Etienne 
& 
Finn Burich 
Quintett

 

Als Überraschungsgast präsentierte Thomas l'Etienne Patrick Artero, der spontan im 2. drittel einfach mal so zur Trompete griff

Thomas l'Etienne (D) Klarinette, Tenorsaxophon, Vocals

      

Thomas wurde 1956 in Hamburg geboren. Seiner russischen Abstammung entsprechend begann er im Alter von 12 Jahren die Balalaika und ein Jahr später die Gitarre zu spielen. Ein Herzenswunsch ging in Erfüllung als ihm 1971 der Weihnachtsmann  eine Klarinette schenkte.Er brauchte nicht lange, um herauszufinden, welche Musikrichtung er verfolgen wollte: Nachdem er schon als Kleinkind die Louis Armstrong- Platten seiner Eltern gehört hatte verliebte Thomas sich jetzt in den Sound des New Orleans-Klarinettisten George Lewis.  Er wurde Mitbegründer seiner ersten Band, der „Papa Tom‘s Lamentation Jazzband“, die sich in wenigen Jahren aus einer Schülerband zu einer der führenden Bands Europas im New Orleans Revival-Stil entwickelte. 1980 besuchte er New Orleans zum ersten Mal. Er wiederholte diese Wallfahrt jährlich. Hier bekam er die Möglichkeit mit der Mehrzahl der New Orleans-Veteranen zu spielen und zugleich sein Verständnis der New Orleans-Musik ständig zu erweitern. 1983, während Thomas gerade an einer Doktorarbeit in deutscher Literatur arbeitete, bot man ihm an, mit der New Orleans-Sängerin Lillian Boutté auf eine sechsmonatige Tour zu gehen. Er stimmte zu und  wurde schnell musikalischer Direktor der Band. Es waren dann nicht rein musikalische Gründe, die ihn veranlassten, seine Doktorarbeit aufzugeben:  Er verliebte sich in Lillian und heiratete sie 1984. Lillian Bouttés und Thomas l'Etiennes MusicFriends sind heute eine der wichtigsten und einflussreichsten Bands auf der Szene. Sie haben die ganze Welt bereist und mit dem „Who is Who“ des Jazz gespielt (darunter mit Clark Terry, Milt Hinton, „Sweets“ Edison, Doctor John und dem New Orleans Pianowunder Edward Frank). Es gibt kaum ein Festival auf der Welt, wo sie nicht als Starmusiker auftraten. Thomas beherrscht viele Stilrichtungen auf seinen Instrumenten: Bebop, Swing, Rhythm and Blues und lateinamerikanische Musik. Zusammen mit Finn und ihrer Band hat er wieder eine Gelegenheit, New Orleans-Jazz zu spielen, einen Stil, von dem die meisten Kritiker sagen, dass sie seine Stärke ist.

 

 

Finn Burich (DK) Posaune

          

Finn wurde 1958 in Hadersleben/Dänemark geboren. Seine Liebesaffäre mit der Jazzmusik fand ihren Anfang, als Finn im Alter von 12 Jahren Louis Armstrong im Radio hörte. Ein Jahr später borgte ihm ein Schulfreund, welcher selbst Piano spielte, eine Posaune, unter der Bedingung, dass Finn in seiner Schülerband mitspielen würde. Ein Jahr später kaufte sich Finn seine eigene erste Posaune. In den nachfolgenden Jahren spielte Finn mit verschiedenen Band und entdeckte auf diese Weise verschiedenen Stilrichtungen. 1981 wurde er Mitglied der „Neander Jazz Band“. Er sollte 19 Jahre dabeibleiben. Mit Finn als Posaunist und schließlich als Bandleader wurde diese Band eine der populärsten Traditional-Bands Dänemarks. Sie trat auf den wichtigsten Festivals in Dänemark und auch im Ausland auf. 1997 besuchte Finn mit ihr New Orleans und spielte auf dem berühmten French Quarter Festival. Zu dieser Zeit gehörte Finns ganze musikalische Liebe mehr und mehr dem New Orleans Jazz.  Er lud Lillian Boutté und später auch Thomas l'Etienne ein, als Gäste auf Dänemarktourneen der „Neander Jazz Band “ aufzutreten. Zwischen ihnen sollten sich bald freundschaftliche Kontakte entwickeln. 1992 hatte Finn ein eigenes Quartett im New Orleans- Stil mit dem englischen Schlagzeuger Keith Minter gegründet. Dieses existiert noch heute und machte Tourneen mit Sammy Rimmington, Thomas l'Etienne und New Orleans Banjo-Spieler Don Vappie sowie Leroy Jones, New Orleans. Mittlerweile ist Finn Burich einer der besten Posaunisten in Europa im New Orleans- Stil.  Als Team arbeiten Thomas und Finn musikalisch und menschlich beispielhaft zusammen. Sie werden von einer swingenden flexiblen Rhythmusgruppe, die traditionellen Jazz, Swing, Jump oder karibische Musik mit dem gleichen Enthusiasmus und der gleichen Kompetenz spielt, glänzend unterstützt. Spielfreude, Abwechslungsreichtum und ein tiefes Verständnis des New Orleans-Idioms zeichnen die Auftritte der Gruppe aus. Der Spaß, den die Musiker miteinander auf der Bühne haben, überträgt sich unweigerlich auf das Publikum, und die Langeweile hat während ihrer Konzerte einen ganz schweren Stand.

 

Norman Emberson  (GB) Drums, Vocals

ist ein echter Weltenbummler in Sachen Jazz. Seine Liebe zum New Orleans-Jazz wurde durch George Lewis geweckt. Er spielte zunächst in Italien, danach wurde er Mitglied der Mike Casimir Band, machte Plattenaufnahmen mit Kid Thomas, Louis Nelson, Alvin Alcorn und Albert Nicholas. Fünf Jahre klang war er Schlagzeuger im Sammy Rimington  Quartett und zehn Jahre lang in der Chris Barber Jazz & Blues Band, mit der er die ganze Welt bereiste. Seit 1998 spielt er vorwiegend in eigenen Formationen und mit Lillian Boutté. Er hat seinen Wohnsitz zwischenzeitlich nach Deutschland verlegt.

 

Eduard "Edu" Jung (D) Bass

begann im Alter von 6 Jahren Geige und mit 10 Jahren Klavier und Cello zu spielen. Den frühen Kontakt zum Jazz hatte er in der Person seines Vaters, Dr. Hans Otto Jung (Hot Club Frankfurt) praktisch zu Hause. Mit 14 Jahren kam er zur Bassgitarre und verdiente sich seine ersten musikalischen Sporen in den Bands von Dietrich Geldern, mit Ruud van Duyse und Flip Gehring. 1993 wechselt er zum Kontrabass und spielte u.a. mit dem Peter Köhler Swingtet, der Wiesbadener Juristenband und den Hot Fountain Six. In den letzten Jahren ist er auch häufiger in den Bands von Musikern der Barrelhouse Jazzband und der HR Bigband zu hören. Seine Vorbilder sind Ray Brown und Slam Stewart. 1986 war er Mitbegründer des Jazzclub Rheingau e.V. und ist seitdem dessen Vorsitzender.

 

Dominik Dötsch (D) Piano

Der Schüler von Reimer von Essen, Trevor Richards und Norman Emberson ist zweifellos ein großes  Talent am Piano und ebenso am Schlagzeug. Dies hat er bei Auftritten mit der Barrelhouse Jazzband und in Liederbach mit Reimer von Essen, Jim Lawyer und Thomas l'Etienne sowie beim Festival in Ascona mit Abi Hübners Low Down Wizzards bewiesen. Dominik ist Mitglied von Harald Blöchers Tailgate Jazzband und spielt in John Defferarrys Bandzusammenstellungen als Pianist oder Schlagzeuger.

 

Patrick Artero, (F) Trompete

Fredy John

 

 

 


Patrick ist eher ein "Neuer" im Kreise der "MusicFriends" und spielt als hochklassiger Trompeter einen wichtigen Part auf Lillians Bouttés Konzerten. Wann immer Lillian einen Trompeter in der Band haben möchte, wird Patrick natürlich dabei sein.


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JAZZ in der Scheune am Samstag, den 10. Mai 2003

Swingcats

         

 

Im Internet: http://www.swingcats.nl

Alle, die bei dem Namen "Swingcats" sofort an eine Stilrichtung denken, liegen nur teilweise richtig. Die holländisch-belgische Band um den Saxophonisten Frank Roberscheuten hat weitaus mehr in Ihrem Repertoire als nur Swingmusik. Vom klassischen New Orleans Jazz über Rhytm'n Blues bis zum Bebop reicht die Bandbreite des Quartetts und ihrer mitreißenden Sängerin Shaunette Hildabrand. Für musikalische Ausflüge, die ganz selbstverständlich Gospels und Balladen mit einschließen, ist die Band immer zu haben. Die Swingcats haben ihren eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden, der ganz ohne Verstärkung auskommt. Besonders die aus Amerika stammende Sängerin Shaunette Hildabrand hat mit Ihrer klassisch ausgebildeten Stimme entscheidenden Anteil daran, jeden Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. 

Frank Roberscheuten (NL) ss, as, ts, ci

formierte vor zwölf Jahren die "Swingcats", die mittlerweile acht von der Kritik hochgelobte CDs hervorgebracht haben. Der Niederländer gehört zu den besten Klarinettisten und Saxophonisten Europas und hat als Solist von bemerkenswerter Reife bereits auf beiden Seiten des Atlantiks größte Beachtung gefunden. Er ist auf allen großen Jazzfestivals der Welt zu Hause, was auch seine Auftritte mit Musikern wie Clark Terry, Scott Hamilton, Lillian Boutté, Howard Aiden, Marty Grosz, Colin Dawson, Patrick Artero und vielen anderen belegen. Über 30 LP- und CD-Aufnahmen mit den Swing Cats und der Dutch Swing College Band sind Zeugen von seiner großen Klasse.

Shaunette Hildabrand (USA) voc

Die aus Oklahoma stammende Sängerin hat sich nach klassischer musikalischer Ausbildung in New York und Texas ganz dem Jazz der 30er und 40er Jahre verschrieben. Sie tourt europaweit mit vielen Jazzgrößen und ist des Öfteren als Dozentin tätig. Ihr großes Vorbild ist Billie Holiday. Shaunette tritt vor allem in Deutschland, Holland, Belgien und der Schweiz auf mit Musikern wie Dan Barret, Hazy Osterwald, Franz Jackson, Truck Parharn, Jirn Galloway und Torn Baker.

Dirk van der Linden (B) p, g

Der ungewöhnlich musikalische Multi-Instrumentalist (Hammond Orgel, Gitarre, Bass, Klavier) tritt in allen Ländern Europas auf und gibt Konzerte für etliche Radio- und Fernsehsender im In- und Aus- land. Schon in jungen Jahren spielte er mit "Toots" Thielemans, später mit amerikanischen Musikern wie Deborah Srown, "Mighty Flea" Conners, Leroy Jones und Charlie Gabriel. Seit 1996 ist er Mitglied der Swingcats.

Karel Algoed (B) b, sousa

Zählt seit fast drei Jahrzehnten zum Urgestein der europäischen Jazzszene. Sein Spiel zeichnet sich durch sein in Europa einzigartiges swingendes Timing aus, durch seine absolut stilreinen, fundierten Bassfiguren und vor allem durch seinen perfekten, natürlich-akustischen Bass-Sound. Er war Mitglied der Sammy Rimington Band, spielte während seiner zahlreichen Aufenthalte in New Orleans mit vielen Jazzgrößen der USA zusammen und ist in der traditionellen wie in der Swing-Szene ein heiß begehrter Begleiter.

Moritz Gastreich (D) dr

das jüngste Mitglied der Swingcats spielt seit seinem 14. Lebensjahr Schlagzeug.  Moritz  zeigte bereits früh Interesse an jedweder Musik. Nach dem Abitur studierte er am Hilversum College Of Music und wurde anschließend Profimusiker. 1995 tourte Moritz mit Peanuts Hucko (USA), der Mitglied der großartigen Louis Armstrong Band und des Glenn Miller Orchesters war. Es folgten weitere Tourneen mit Roy Williams (GB) und John Barnes (GB). Unlängst hat er eine Tour mit dem amerikanischen Gitarristen Marty Grosz absolviert.


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JAZZ in der Scheune am Samstag, den 28.Juni 2003

 

First Class Blues Band

Die Musiker dieser hochkarätigen Bluesformation, die in den 90er Jahren einen Schalplattenpreis erhielt, traten 1997 (vor genau 6 Jahren also)  in der Scheune auf und kamen nur noch einmal in Liederbach zusammen. Na ja, nicht ganz. Keath Dunn musste leider aufgrund einer anderweitigen Verpflichtung absagen. Mit von der Partie waren Tommie Harris (dr, voc), Kevin Duvernay (b, voc), Thomas Feldmann (sax, harp), Christian Rannenberg (p, voc), Jan Hirte (g) und anstelle von Keath Dunn (harp, voc) Klaus "Mojo" Kilian (harp, voc).


Plakat 28.06.03


Die Bandmitglieder

ausgezeichnet mit dem deutschen Schallplattenpreis war die First Class Blues Band in den 90er Jahren eine der führenden Blues Formationen in unserem Lande. Heute spielen die Musiker in vielen anderen Bands immer mal wieder miteinander, aber so gut wie nie in der damaligen Originalbesetzung.
Auf Wunsch des Liederbacher Jazzclubs hat der Drummer Tommie Harris diese erstklassigen Musiker für das Konzert in der Reihe „Jazz in der Scheune“ wieder zusammengeholt, so dass diese einmalige Besetzung noch einmal in Liederbach auftritt.
Die sechs Musiker aus USA und Deutschland sind außerdem hervorragende Bluessänger und begeistern mit ausdrucksvollem, mitreißendem Blues und fetzigem Boogie Woogie.
Leider mussten wir die Besetzungsliste ändern, da Keith Dunn kurzfristig ein neues Engagement erhalten hat, das bereits am Freitag, dem 27. Juni 2003 begann. Es ist uns jedoch gelungen einen würdigen Ersatz  durch den uns bestens bekannten Klaus "Mojo" Kilian zu finden.


Thomas Feldmann und
Klaus "Mojo" Kilian am 28.06.2003

Christian Rannenberg p, voc (Berlin)
der Gründer und Pianist der Band, beeindruckt durch seine Vielseitigkeit auf dem Klavier. Er ist halt ein Meister aller Blues-Klavier-Klassen, egal ob es um rasante Boogies oder um gepflegten Slow-Blues geht und begleitet die Solisten/Sänger sehr einfühlsam.
Internet: http://www.jazzservice.de/rannenberg-bio.html


Christian Rannenberg am 28.06.2003

Thomas Feldmann ts, harp (Münster)
hat sich schon längst als Bluesharpspieler einen Namen gemacht (u.a. auch in der Blues Company). Seit einigen Jahren gilt er als einer der schillerndsten Spezialisten des Rhythm & Blues-Tenorsaxophons hierzulande und tourt durch ganz Europa. Technisches Können, spannende Dynamik, amtlicher Sound und herausragende Bühnenpräsenz verbinden sich bei Thomas Feldmann zu einem Rhythm & Blues-Cocktail erster Güte.
Internet: http://www.bluesonic.de/feldmann.html


Thomas Feldmann

Jan Hirte g (Berlin)
hat sich einen Spitzenplatz unter den Gitarristen erspielt. Seine Stärke ist die moderne Bluesgitarre mit tiefen traditionellen Wurzeln.
Internet: http://www.jazzradio.net/jazzclub/m_jan_hirte.html


Jan Hirte am 28.06.2003

Tommie Harris dr, voc (USA)
in Alabama geboren, ist wegen seines Feelings einer der meistgefragten Drummer der europäischen Jazzszene, Begleiter vieler großer Jazzstars und in allen Stilrichtungen zu Hause. Auch als Blues- und Gospelsänger hat er sich einen Namen gemacht, gehört inzwischen zur Spitzenklasse und verfügt über ein enormes Repertoire. 1987 bekam Tommie Harris auch in seiner Heimat die verdiente Anerkennung durch die Aufnahme in die „Alabama Jazz Hall of Fame“. In Liederbach ist er ein gern gesehener Gast und seine Auftritte z.B. mit Lillian Boutté, Thomas l'Etienne, Gene „Mighty Flea“ Conners oder bei den Gospel-Konzerten waren immer Höhepunkte. Mit der großen Blueslegende Luther Ellison war Tommie Harris weltweit auf Tournee.


Tommie Harris am 28.06.2003

Kevin DuVernay b, voc (USA)
ein ausgezeichneter Bassist, der mit Tommie Harris ein optimal aufeinander eingespieltes Blues-Rhythmus-Team bildet, besticht durch seinen grundsoliden Beat, seine rhythmische Flexibilität, Dynamik, feine Akzentuierung und die kraftvolle Rauheit seiner Stimme.
Internet: http://www.dookjoint.com/data/kevinfoG.htm


Kevin DuVernay am 28.06.2003

Keith Dunn voc, harp (USA)
begann seine musikalische Karriere 1966 im Chor der Roxbury Baptist Church. Nach seinen ersten Auftritten mit der Bluesharp 1968 spielte er in verschiedenen Bands, bis er 1975 seine eigene Band „Hounddogs“ gründete, mit der er u.a. Big Mama Thornton begleitete. Die folgenden Jahre führten ihn kreuz und quer durch die USA und Kanada bis er 1989 nach Europa kam und durch Belgien und die Niederlande tourte. Seit 1990 wohnt er in Rotterdam. Mit dem italienischen Gitarristen Nicola Becattini gründete er 1994 die Band „Keith Dunn & Serious Fun“. Inzwischen ist er auf allen großen Bluesfestivals in Europa zu Hause. Leider musste Keith Dunn im letzten Moment absagen. Er hat ein Tournee-Engagement bekommen, dass schon am Freitag, den 27. Juni 2003 beginnt. Dafür springt Klaus "Mojo" Kilian ein
Internet: http://www.keithdunn.com/index.html/


Keith Dunn

Klaus "Mojo" Kilian
Inspiriert durch Schallplatten von Muddy Waters und Sonny Boy Williamson, nahm Mojo Kilian vor rund 25 Jahren erstmals eine Mundharmonika in die Hand. Über die Jahre wuchs die Plattensammlung parallel zu den Fähigkeiten auf der Bluesharp, so dass er heute einer der führenden Experten für den Blues und einer der besten Interpreten auf seinem Instrument ist. Nebenbei hat Mojo - der Spitzname leitet sich aus einem Glücksbringer ab, der in vielen Bluessongs vorkommt - immer auch gesungen: immer kraftvoll, in den letzten Jahren jedoch auch mit überzeugender Routine. Nach frühen Bluesrock-Dröhntagen formierte sich vor ca. 20 Jahren die Matchbox Bluesband, die Mojo durch verschiedene Besetzungen geführt hat, von denen die augenblickliche auch die bei weitem langlebigste ist. Ergebnis sind bislang eine LP und vier hochgelobte CDs sowie ein Preis der deutschen Schallplattenkritik für die Mitwirkung an einer Festival-CD des Südwestfunks.


Klaus "Mojo" Kilian

E-MAIL: klaus.kilian@tbwa-frankfurt.de
Internet: http://www.matchboxbluesband.de/M/index.htm



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Am Samstag, den 30. August 2003 war das

Martin Schmitt Trio

bei uns zu Gast

    

Martin Schmitt Trio

        
 
Martin Schmitt                   Das Martin Schmitt Trio

Martin Schmitt, in Liederbach bestens bekannt durch seine Konzerte mit Piano Power (Joja Wendt und Bernd Lhotzky), kam diesmal mit seinem Trio nach Liederbach. Wir haben dieses Trio im letzten Jahr im ausverkauften Zirkus-Krone-Bau in München erlebt und waren so begeistert, dass wir es nach Liederbach eingeladen haben. Und es war wieder ein voller Erfolg

Martin Schmitt (Piano, Gesang)

aus München ist nicht nur einer unserer besten Jazzpianisten, sondern auch ein wunderbarer Sänger und Entertainer mit herzerfrischendem Humor, der es immer wieder versteht, sein Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Seine Vielseitigkeit am Piano ist frappierend. Traditioneller Blues, Boogie Woogie und Harlem Stride wird ergänzt durch Eigenkompositionen und Rock- und Beat-Stücken der heutigen Zeit. Martin Schmitt ist auf vielen Festivals in ganz Europa zu Hause (z.B. Montreux, Paris, Ascona, Burghausen). Fernsehauftritte und jährliche Konzerte im ausverkauften Prinzregententheater in München bestätigen die große Beliebtheit des jungen Pianisten ebenso, wie Auftritte mit Inga Rumpf, Bill Ramsey, Hazy Osterwald, Chet Baker u.a. seine internationale Klasse.


Martin Schmitt

Martin Schmitt ist im Internet zu erreichen unter:
http://www.martinschmitt.de

 

Sava Medan (Bass)

in Belgrad geboren, lernte mit 17 Jahren Kontrabass, wurde 1986 Mitglied des Belgrader Jugendphilharmonieorchesters und nahm 1986 sein Studium für Jazz und Klassik an der Grazer Musikhochschule auf. 1996 gründete er sein Quartett „Systematics" und war mit Eigenkompositionen in Österreich auf Tour. Seit 1998 lebt er in München und arbeitet hier kontinuierlich mit Martin Schmitt, Charly Antolini und vielen anderen zusammen in den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Sava ist auf vielen Festivals zu finden wie z.B. Belgrad, Laibach, Zagreb, Havanna, Aspen (Colorado), Österreich, Schweiz und Deutschland. Auftritte mit Joja Wendt, Chet Baker, Tony Scott, Douglas Sides, Lee Harper, Colin Dawson sind Zeugen seiner internationalen Klasse.

 

Sava Medan

Sava Medan ist im Internet zu erreichen unter:
http://www.savamedan.de

 

Christoph Buhse (Schlagzeug)

1966 in Ludwigsburg geboren und jetzt in München zu Hause, begann mit 13 Jahren Schlagzeug zu lernen in verschiedenen Musikschulen und bei Privatlehrern. Mit 16 Jahren arbeitete er in der Stuttgarter Funk Band „Scratch Band", vorwiegend in amerikanischen Kasernen. Nach seinem Wehrdienst in Garmisch-Partenkirchen, wo er im Musikkorps trommeln musste, spielte er in den Stuttgarter Jazz Rock Bands „Re" und „Lothar Schmitz Energy Band" (in letzterer bis heute). Mit 21 Jahren ging Christoph nach Hamburg, wo er am Modellversuch Popularmusik der Musikhochschule Hamburg teilnahm. Seither ist er mit vielen namhaften Musikern aufgetreten wie z.B. Joja Wendt, Inga Rumpf, Abi Wallenstein, Michel van Dyke.
Seine Vorbilder sind Steve Gadd und Jim Keltner, seine Vorliebe gilt dem New Orleans-Drumming. Seit 2000 spielt er in ganz Europa in der Band von Brian Eno und Jan Peter Schwalm.


Christoph Buhse

Christoph Buhse ist im Internet zu erreichen unter:
http://www.christophbuhse.de/sitemap.html


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Am Samstag, den 18. Oktober 2003 war eine große

Piano Gala
mit
Dick Hyman und Bernd Lhotzky

angesagt

Piano Gala mit Dick Hyman (USA) und Bernd Lhotzky

Dank der freundschaftlichen Beziehungen zu Bernd Lhotzky ist es gelungen, dieses Jazz-Highlight nach Liederbach zu holen. Es finden nur wenige Konzerte in europäischen Städten statt (z.B. München, Bochum und Basel). Um so stolzer macht es uns, einen Weltstar wie Dick Hyman in unserem kleinen Liederbach präsentieren zu dürfen.


Bernd Lhotzky


Dick Hyman

Harlem Stride Piano Gala

 

Der Harlem Stride ist eine der schwierigsten und zugleich schönsten Stilrichtungen des Pianojazz. Es gibt nur ganz wenige Pianisten, die diese Stilrichtung perfekt beherrschen. Mit Dick Hyman und Bernd Lhotzky kamen die zwei wahrscheinlich exzellentesten Vertreter dieses Jazzstils nach Liederbach. Es gab in dieser Besetzung nur wenige Konzerte in Deutschland.

 

Dick Hyman (USA)

ist zweifelsohne eine lebende Jazzlegende. Er kommt zum ersten Mal ins Rhein-Main-Gebiet. 1927 geboren begann seine Laufbahn Ende der 30er Jahre. Als Gewinn eines Jazz Piano Wettbewerbs bekam Dick Hyman 12 Klavierstunden bei Teddy Wilson.
Nach Abschluss seines Klavierstudiums 1948 spielte Dick in den bekanntesten Jazzlokalen und Bars von Harlem mit vielen großen Jazzmusikern der damaligen Zeit wie Charlie Stewart, Tony Scott, Lester Young u.v.a.
1950 tourte Dick Hyman mit dem Benny Goodman Sextett zum ersten Mal durch Europa, u.a. mit Roy Eldridge. In Filmen und im Fernsehen trat er mit vielen großen Stars der Jazzszene auf wie Dizzy Gillespie und Charlie Parker. Als einer der meist beschäftigten Studiomusiker New Yorks avancierte Hyman vom Pianisten zum Arrangeur und später zum Dirigenten und Komponisten. Außerdem wurde er musikalischer Direktor des Plattenlabels CBS.
Dick Hyman spielte im Laufe seiner Karriere einige hundert Schallplatten ein. Er konzertierte an der Seite praktisch aller Größen des Jazz. Seit 25 Jahren arbeitet er eng mit dem amerikanischen Regisseur Woody Allen zusammen und ist Komponist des Großteils seiner Soundtracks.

 


Dick Hyman

Bernd Lhotzky (D)

 

Diesen Pianisten der Extraklasse brauchen wir unseren Liederbacher Fans eigentlich nicht mehr vorzustellen. Seine Auftritte seit 1995 mit Trevor Richards, Piano Power, Echoes of Swing und Dan Barrett sind unvergessen. Mit 6 Jahren begann er mit dem Klavierunterricht, errang bereits 2 Jahre später Preise bei Klavierwettbewerben und nahm schon als 14-jähriger Kompositionsunterricht. Seine gründliche klassische Ausbildung am Richard-Strauß-Konservatorium lässt sich nicht verleugnen. Seine erste, 1993 aufgenommene CD war schon nach 3 Monaten ausverkauft. Bernd gilt heute schon als einer der besten Stride - Pianisten der Welt und wird in einem Atemzug mit Louis Mazetier und Ralf Sutton genannt. 1998 erhielt er den „Grand Prix du Disque de Jazz“ zuerkannt. Auch als Komponist hat er sich bereits einen Namen gemacht und schrieb u.a. die Musik für einige deutsche Kinofilme. Trotz seiner Auftritte in der ganzen Welt zeigt er immer wieder seine Verbundenheit mit dem Liederbacher Jazzclub, indem er Zeit findet für Konzerte ganz besonderer Art in Liederbach, wie jetzt die Gala mit Dick Hyman.

 
Bernd Lhotzky

Dieses Harlem Stride - Piano - Konzert fand auf zwei großen Konzertflügeln statt. Wir hatten in ausverkauftem Haus einen Klanggenuss von höchster Qualität.

Wenn Sie näheres über Bernd Lhotzky und Dick Hyman in Erfahrung bringen möchten:

Bernd Lhotzky im Internet: http://www.lhotzky.de/
Dick Hyman im Internet:     http://www.dickhyman.com/


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Am Sonntag, den 30. November 2003  fand in der ev. Kirche Liederbach, Alt-Oberliederbach wieder unsere traditionelles

Gospel & Spirituals zum Advent

diesmal mit

"The Internatonal Gospelfriends"
 und dem
 "Liederbacher Gospelworkshop"

 statt. Ein großes Gospelkonzert zum Abschluss des Workshops 2003
 (siehe
auch im Archiv unter The International Gospel Friends,
Informationen dazu im Internet unter:
http://www.lenk-kultur.ch/gospel_ws3.php)


The International Gospelfriends

Am Sonntag, den 30. November 2003, veranstaltete der Liederbacher Jazzclub ein großes Gospelkonzert mit „THE INTERNATIONAL GOSPEL FRIENDS“ und dem Workshopchor 2003  in der bekannten Evangelischen Kirche in Liederbach, Alt-Oberliederbach. Diese Formation um den Pianisten Dirk Raufeisen (Wetterauer-Kulturpreisträger) ist einmalig in ihrer Art. Das Programm umfasste Gospels und Spirituals verschiedener Stilrichtungen der amerikanischen Gospeltradition. Im Mittelpunkt stand der vierstimmige Harmoniegesang, bestehend aus Dirk Raufeisen, Martha Cambridge, Janice Wheeler und Tommie Harris. Begleitet wurde das Quartett von 50 begeisterten Sängerinnen und Sängern des diesjährigen Gospelworkshopchors. Es war wieder einmal ein packendes, fesselndes und musikalisch emotionales Erlebnis.

Dirk Raufeisen (D), ein Virtuose der swingenden Stile zwischen Ragtime und Mainstream, erweitert mit seinen Fähigkeiten die ohnehin bedeutende Rolle des Klaviers in der Gospelmusik. Die genretypischen wuchtigen Akkorde und rhythmische Aufputschung beherrscht er mit leichter Hand. Dazu kommen dann filigrane Umspielungen, längere Improvisationen und pikante Stilverschneidungen. Sozusagen im geheimen erhält diese Gospelmusik eine zweite Dimension.  (Ulrich Olshausen, FAZ 1/ 99)

Dirk Raufeisen ist im Internet unter http://www.dirkraufeisen.de/de/start.htm zu erreichen.

Martha Cambridge (USA) stammt aus Mississippi und lebt derzeit in Deutschland. Sie gebietet über große Strahlkraft zwischen Sprachintensität, musikalisiertem Schrei und gemeißelter Melodieseligkeit Sie sang bereits als Kind in verschiedenen Gospelchören und bestach schon damals durch ihren einzigartigen vollen Klang ihrer Stimme. Als sie nach Deutschland kam, war sie viele Jahre Mitglied bei den "Jackson Singers".

JANICE WHEELER (USA) kommt aus New Orleans und ist schon seit ihrer Kindheit mit der Gospelmusik eng verbunden. Als Lead- und Chorsängerin ist sie seit Jahren mit bekannten Gospelgruppen wie z. B. „Jackson Singers“, „Southern Gospel Singers“,  „Voices of Gospel“ im In- und Ausland unterwegs.

TOMMIE HARRIS (USA), geboren in Alabama, ist ein Sänger der Spitzenklasse; brillante Technik und ein großer Tonumfang zeichnen ihn aus. Seine Vorliebe ist aber der Gospel-, Spiritual- und Bluesgesang. Seit seiner Kindheit in Alabama ist Tommie Harris schon eng mit der Gospelmusik vertraut, sang dort in einer kleinen Gospelgruppe aus Familienmitgliedern und spielte während seiner Schulzeit und im College in diversen Orchestern und Marching Bands. Er gehört zu den vielseitigsten Sängern und hat schon auf vielen Rundfunk- und Fernsehproduktionen und CDs seine Spuren hinterlassen.

Und nun noch die Bildergalerie des Konzerts:

              

        


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